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Aktuell Amerika

Kuba lässt inhaftierten US-Bürger Alan Gross frei

2009 war der Entwicklungshelfer verhaftet und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Nun gab die Regierung in Havanna einer Bitte Washingtons nach. Der Fall hatte die vorsichtige Annäherung beider Länder torpediert.

Alan Gross (Archivfoto: AP)

Alan Gross, 2012

Der heute 65-jährige Alan Gross ist nach Angaben des Weißen Hauses bereits auf dem Weg in seine Heimat. Auf Bitten der US-Regierung sei er aus "humanitären Gründen" freigekommen. Zu der Vereinbarung mit der kommunistischen Regierung in Havanna gehöre auch die Freilassung von drei Kubanern aus amerikanischen Gefängnissen, erklärte ein hoher US-Regierungsbeamter in Washington. Präsident Barack Obama kündigte noch für diesen Mittwoch eine Erklärung zu seiner Kuba-Politik an.

Satellitentelefone für Oppositionelle

Gross war im Dezember 2009 in Havanna festgenommen und 2011 wegen Spionage zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht hatte den jüdischen US-Bürger beschuldigt, illegales Kommunikationsmaterial wie Satellitentelefone an Mitglieder der jüdischen Gemeinde und Oppositionelle in Kuba verteilt zu haben. Bei seiner Verhaftung war der IT-Spezialist für seine eigene Firma in Kuba unterwegs - die wiederum ein Subunternehmen der US-Behörde für internationale Entwicklung USAID (United States Agency for International Development) war.

Washington hat den Vorwurf der kommunistischen Führung Kubas stets bestritten, Gross habe im Auftrag der USA gehandelt. Der Fall hatte der vorsichtigen Annäherung zwischen Kuba und den USA, die mit dem Amtsantritt von Obama im Januar 2009 eingesetzt hatte, einen Rückschlag versetzt. Seit 1961 unterhalten die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen.

se/wl (dpa, ape, rtre, afp)