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Fokus Osteuropa

Kroatien will ausländische Urlauber zu mehr Vorsicht ermahnen

Die Sommersaison in Kroatien ist nicht nur von Regen und niedrigen Temperaturen geprägt, sondern auch von zahlreichen Touristen-Unfällen. Kroatische Behörden denken über Strafen für unachtsames Verhalten nach.

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Blick über rote Dächer im norddalmatinischen Zadar

Die meisten Toten gab es bei Verkehrsunfällen zu beklagen, allerdings dicht gefolgt von Sportunfällen – wie beim Tauchen oder Höhlenexpeditionen. Seit Saisonbeginn kamen etwa 70 Menschen ums Leben, den traurigen Rekord halten die Tschechen. Daher hat das offizielle Prag in einer Mitteilung seine Staatsbürger dazu aufgerufen, sich vorsichtiger beziehungsweise weniger riskant in ihrem Urlaub in Kroatien zu verhalten.

Schatten am Sommerhimmel

In den vergangenen Tagen wurde mit großer Spannung das Schicksal einiger ungarischer Touristen verfolgt. Denn von acht ungarischen Sportflugzeugen, die kroatischen Luftraum betraten, landeten fünft auf dem Flughafen von Zadar statt auf der Insel Brac. Eins landete auf dem Flur bei Drnis im Hinderland von Zadar. Das siebte zerschellte an einem Berg im Nationalpark Plitvicer Seen. Das achte Flugzeug fand eine Rettungsmannschaft in der Nähe der Plitvicer Seen und konnte nur die Leichen der beiden Insassen bergen. Von den sechs Flugzeugen, die am 12. August in Zadar und Drnis landeten, besaß nur eins die erforderlichen Papiere. Den übrigen fünf sei Flugverbot erteilt worden, erklärte nach der Besichtigung der Unfallstelle an den Plitvicer Seen der Hauptermittler für Flugzeugunglücke beim Verkehrsministerium, Dinko Vodanovic. Die ungarischen Touristen könnten das Land verlassen, allerdings ohne die Flugzeuge, solange sie nicht die erforderlichen Papiere vorgelegt hätten. Zwei der Piloten haben dies am 16. August getan. Ferner soll eine Kommission gebildet werden, die die Ursache für die Unfälle herausfinden soll. Schließlich soll die beiden im Nationalpark Plitvicer Seen abgestürzten Flugzeuge baldmöglichst geborgen werden, weil herausfließendes Öl die Umwelt verschmutze.

Die Flugzeugunglücke, bei denen vier Menschen den Tod fanden, sollten den Touristen auch als Warnung dienen, sich vorsichtiger zu verhalten. Die zuständigen kroatischen Behörden, heißt es, würden der Regierung vorschlagen, strengere Strafen für alle einzuführen, die durch ihr Verhalten ihr eigenes oder fremdes Leben gefährden.

Gordana Simonovic, Zagreb
DW-RADIO/Serbisch, 16.8.2005, Fokus Ost-Südost