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Sport

Kroatien muss gegen Zicos Japaner siegen

Das Spiel Kroatien-Japan verspricht ein Höchstmaß an Spannung. Für beide Mannschaften heißt es: Sieg oder Abschied von der WM. Und beide Teams geben sich vor dem Anpfiff äußerst siegessicher.

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Verletzte sich im Spiel gegen Brasilien: Kroatiens Niko Kovac

Erst Ronaldinho und Kaka, nun Zico und Alex: Auf dem Weg in das angestrebte WM-Achtelfinale müssen sich Kroatiens Kicker am Sonntag (18.6.2006) in Nürnberg auch gegen Japan wieder brasilianischer Fußball-Kunst erwehren. Bei den Japanern gibt der brasilianische Trainer Zico die Marschrichtung vor. Und sein kroatischer Kollege Zlatko Kranjcar zollt diesem seinen Respekt: "Zico war nicht nur ein großer Spieler, er ist auch ein großer Trainer."

Angst müsse man vor den Japaner freilich trotz ihres brasilianischen Fußballlehrers nicht haben, meint Kroatiens Verteidiger Josip Simunic, der bei Hertha BSC auf der Gehaltsliste steht. "Wir gehen auf den Platz, um jedes Spiel zu gewinnen. Unser Ziel ist es, Zweiter in der Gruppe zu werden", kündigte Simunic an. Die ärgerliche 0:1-Niederlage gegen Titelverteidiger Brasilien durch das Tor von Kaka will der WM-Dritte von 1998 schnell vergessen, nicht aber den imponierenden Auftritt. Dieser soll Grundlage dafür sein, die Japaner um den gebürtigen Brasilianer Alex in der Abwehr zu besiegen.

Sorgen um Kovac

Die Kroaten könnten jedoch diesmal geschwächt in das Spiel gehen, falls ihr angeschlagener Kapitän Niko Kovac seine Verletzung nicht rechtzeitig auskuriert hat. Kovac hatte das Training am Donnerstag wegen der im Brasilien-Spiel erlittenen schmerzhaften Rippenprellung abbrechen müssen. Allerdings gab sich Mannschaftsarzt Zoran Bahtijarevic optimistisch, dass Kovac am Sonntag auflaufen kann.

Für die Kroaten ist der Einsatz des ebenfalls bei Hertha unter Vertrag stehenden Kovac von großer Bedeutung, erklärte Simunic: "Vor einigen Jahren gab es Stimmen, die behaupteten, er sei nicht wichtig für uns. Aber er ist absolut wichtig sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei Hertha, er gibt immer 100 Prozent. Wir brauchen ihn."

Selbstbewusste Japaner

WM 2006 - Fußball Fussball WM06 Australien - Japan Spielszene

Die Japaner hatten in ihrem Spiel gegen Australien nur einmal Grund zum Jubeln

Die Japaner geben sich unbeeindruckt von dem Poker um Kovac. "Die Kroaten haben ein gutes Team. Aber ich denke immer noch, dass wir die bessere Mannschaft haben", tönte Nippons Star Hidetoshi Nakata. Auch die Japaner sind nach dem 1:3 gegen Australien zum Siegen verdammt, wenn sie das WM-Aus vermeiden wollen. "Das Spiel gegen Kroatien ist schon die Entscheidung. Wir brauchen dringend drei Punkte, und wir müssen dringend etwas gegen die schlechte Tordifferenz tun", sagte Zico.

Alle drei Gegentore hatte Japan in der Schlussphase kassiert. So lange wollen die Kroaten nicht warten. "Ich habe das Spiel gesehen und die Fehler, die Japan in den letzten zehn Minuten gemacht hat", sagte Trainer Kranjcar. "Wir wollen bereits eher alle Zweifel beseitigt haben."

Davon gibt sich Nakata unbeeindruckt. Er ist überzeugt, dass die "Samurai Blues" wie 2002 in das Achtelfinale kommen: "Es sind immer noch zwei Spiele. Warum sollten wir nur an vier Punkte denken, wenn wir sechs holen können", sagte der England-Profi. Diese mutige Prognose schließt einen Sieg am 22. Juni in Dortmund gegen Brasilien ein. (mas)

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