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Reise

Kroatien: Geldstrafen bei schlechtem Benehmen

Der Bürgermeister von Kroatiens beliebter Party-Insel Hvar will den Ausschweifungen junger Touristen Einhalt gebieten und ihnen Benehmen beibringen - indem er ihnen hohe Strafgebühren aufbrummt.

"Spar dein Geld und genieße Hvar", verkünden Schilder, die kürzlich an den Eingängen zum Stadtzentrum von Hvar angebracht worden sind. Auf ihnen zeigen Grafiken Verstöße und die zugehörigen Strafgebühren. Die höchste Strafe beträgt 700 Euro. Zahlen muss, wer in der Öffentlichkeit trinkt, isst oder schläft. Ebenfalls unerwünscht: Touristen, die in Badekleidung in Hvars Stadtzentrum herumlaufen. Sie riskieren eine Strafe von 600 Euro. Wer kein T-Shirt trägt, muss 500 Euro zahlen.

Der neu gewählte Bürgermeister von Hvar, Rikardo Novak, hatte erklärt, er wolle jungen Touristen, vor allem aus Großbritannien, "Benehmen beibringen". "Sie kotzen in die Stadt, urinieren an jeder Ecke, laufen ohne T-Shirts herum und torkeln durch die Straßen", sagte Novak im Juni und gab bekannt, Maßnahmen gegen ein solches Verhalten zu ergreifen: "Junge Touristen sind willkommen, aber sie werden lernen müssen, sich hier zu benehmen." Seine Aktion wurde wohl auch von britischen Boulevardblättern ausgelöst, die die beliebte Insel im Süden Kroatiens als "einen Ort von Sodom und Gomorrah" bezeichnet hatten.

Urlaub in Kroatien Flash-Galerie (DW)

Das kristallklare Wasser der Adria lockt Badegäste ebenso wie Party-Flegel

In den vergangenen Jahren ist Hvar als Sommer-Party-Destination für junge Touristen bekannt geworden. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Kroatien. Besucher strömen vor allem an die atemberaubende Adriaküste mit mehr als 1.000 Inseln. Im vergangenen Jahr kamen fast 16 Millionen Besucher in das Land, in dem selbst nur 4,2 Millionen Menschen wohnen.

ljv/boc/cd (afp)