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Globale Zusammenarbeit

Kritanand Beeharry, Bauer aus Mauritius

Die Insel im indischen Ozean hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben.

Kritanand Beeharry ist Bauer in Mauritius (Foto: DW/N. Ackbarally)

Kritanand Beeharry

Das Konzept "Mauritius, Insel der Nachhaltigkeit" (Mauritius Sustainable Island, kurz MID) spricht mich und die Bevölkerung meines Landes an, da es unsere natürlichen Ressourcen betrifft, vor allem die nicht erneuerbaren. Es geht um Land, Wasser und saubere Luft, Dinge die Menschen, Tiere und Pflanzen zum Leben brauchen. Sie sind unser Leben. Uns gehören diese Ressourcen nicht, wir haben sie von unseren Kindern geliehen. Wir müssen ihnen das Land, das Wasser und die Luft in gutem Zustand zurückgeben.

Wir, die Bauern, nutzen diese drei Elemente um Nahrungsmittel zu produzieren. Wenn das Land unfruchtbar und das Wasser und die Luft verschmutzt sind, können wir nicht produzieren. Das MID-Konzept hat das Ziel, die natürlichen Ressourcen zu bewahren. Wenn wir unsere Lebensgrundlage zerstören, wird uns das teuer zu stehen kommen. Wir streben eine nachhaltige Produktion an. Aber es dauert seine Zeit, bis die Menschen ihre Gewohnheiten ändern.

Auf Mauritius haben wir in großes Aufforstungsprojekt entlang der Bachläufe begonnen: Wir pflanzen heimische und exotische Pflanzen und siedeln Bienenvölker, Vögel und Fische wieder an. Die Tiere haben einen direkten Einfluss auf die Landwirtschaft. Ohne Bienen gibt es keine Bestäubung und keine Ernte; ohne Bäume, keine Nester und keine Vögel. Vögel wiederum fressen Würmer, und Eidechsen schädliche Insekten. So benötigen wir weniger Pestizide und wir können mehr produzieren. Und auch wenn die Bäume, die wir pflanzen, nicht zur wirtschaftlichen Nutzung gedacht sind, erfüllen sie ihren Zweck: Sie dienen als Windschutz und verhindern Bodenerosion. Wir verwenden auch leichte Maschinen für den Ackerbau und sammeln das Regenwasser. Doch all das ist noch nicht genug. Wir müssen noch mehr tun um zu einer Insel der Nachhaltigkeit zu werden.