Krise in Honduras nach Rückkehr Zelayas | Fokus Amerika | DW | 22.09.2009
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Fokus Amerika

Krise in Honduras nach Rückkehr Zelayas

Zelaya überraschend zurück in Honduras+++Die Angst für einer Null-Nummer: Obamas Nahostgipfel in New York+++Die Rückkehr der USA in den Schoß der Vereinten Nationen

Präsident Manuel Zelaya spricht von einem Balkon der brasilianischen Botschaft mit seinen Anhängern (Foto: AP)

Präsident Manuel Zelaya in der brasilianischen Botschaft in Honduras

Nach der überraschenden Rückkehr des gestürzten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya haben die USA und die Europäische Union zu Ruhe und Besonnenheit in dem mittelamerikanischen Land aufgerufen. Zelaya war in der Nacht zum Dienstag heimlich nach Honduras zurückgekehrt und hatte in der brasilianischen Botschaft Zuflucht gefunden. Die international nicht anerkannte honduranische Regierung verlangte von Brasilien umgehend die Auslieferung des Präsidenten und verhängte eine Ausgangssperre, die bis zum Abend verlängert wurde. Dennoch versammelten sich Anhänger Zelayas vor der brasilianischen Botschaft und verlangten seine Rückkehr in das Präsidentenamt.

Gedämpfte Erwartungen

Schon viele US-Präsidenten haben versucht im Nahost-Konflikt zu vermitteln. Auch Präsident Barack Obama hat sich dieses Ziel auf die Fahnen geschrieben. Er trifft sich am Rande der UN-Vollversammlung in New York mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu und dem palästinensischen Präsidenten Abbas. Der Dreiergipfel droht jedoch zur vorprogrammierten Nullrunde zu werden. Denn schon in den vergangenen Tagen hatten die USA verschiedene Rückschläge bei den Bemühungen um eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen einstecken müssen. So versuchte der US-Nahostgesandten George Mitchell vergeblich, Israelis und Palästinenser zu einem Kompromiss im Streit um die jüdischen Siedlungen zu bewegen.

USA zur Zusammenarbeit mit UN bereit

Bei den Vereinten Nationen, war die Begeisterung groß, als Barack Obama zum 44. Präsidenten der USA gewählt wurde. Nach den Sticheleien und abwertenden Bemerkungen der Bush-Ära hatten die Diplomaten in New York auf eine grundsätzliche Änderung in den Beziehungen gehofft. Und tatsächlich sprechen die Fakten in den ersten sechs Monaten der Amtszeit von Barack Obama für sich. So traten die USA dem UN-Menschenrechtsrat bei, unterzeichneten die Konvention über die Rechte von Behinderten und stehen zu den Milleniumszielen der UN. Präsident Obama wird außerdem den Vorsitz einer Sondersitzung im Weltsicherheitsrat übernehmen.

Redaktion: Stephanie Gebert

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