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Europa

Kriegsverbrecherprozess gegen Milosevic

Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag hat am 12. Februar der Prozess gegen Slobodan Milosevic begonnen. Es ist das erste Verfahren eines Gerichtshofs der Vereinten Nationen gegen einen ehemaligen Staatschef.

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Kosovarische Albaner auf der Flucht im Frühjahr 1999

Der ehemalige Präsident Jugoslawiens muss sich für seine Rolle bei den blutigen Konflikten auf dem Balkan seit Anfang der neunziger Jahre verantworten. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen sowie Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Bosnien, Kroatien und im Kosovo vorgeworfen. Zu allen drei Anklagekomplexen werden insgesamt 300 Zeugen erwartet. Das Verfahren wird nach vorsichtigen Schätzungen mindestens zwei Jahre dauern.

Del Ponte: "Kollektive Schuld nicht Teil der Anklage"

Milosevic werden in 66 Fällen schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen, Kriegsverbrechen und - im Fall Bosnien - auch Völkermord. Wie die aus der Schweiz stammende Chefanklägerin, Carla del Ponte, betonte, geht es hierbei um die persönliche Verantwortung und nicht um die Verantwortung eines ganzen Volkes:

"Kollektive Schuld ist nicht Teil der Anklage. Es ist nicht das Gesetz dieses Gerichts und ich stelle klare, dass ich jeden Verdacht in dieser Richtung zurückweise." Die Anklägerin versprach, sie werde nicht die Tatsache ausnützen, dass Milosevic beschlossen hat, keine Verteidiger zu berufen. Natürlich habe er das Recht, sich selbst zu verteidigen. (im)

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