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Wirtschaft

Kriegsangst belastet die Börse

Die deutschen Aktien haben am Montag unter dem bevorstehenden Jahrestag des 11. September sowie unter den Sorgen über einen Krieg im Irak gelitten. Die Käufer fehlten.

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Reiseängste belasten TUI

Viele Anleger wollten erst einmal den September ins Land ziehen lassen, bevor sie neue Engagements eingingen, sagten Händler. Die Umsätze waren gering. Es gab zwar keinen Verkaufsdruck, aber es fehlten die Käufer am Markt. Der Deutsche Aktienindex DAX gab 1,6 Prozent oder 56 Punkte auf 3.429 Zähler ab - und hat sich damit immerhin um rund 46 Punkte von seinen Tagestiefständen erholt. Am Neuen Markt verlor der NEMAX 50 rund 1,3 Prozent auf knapp 450 Punkte.

Unternehmensmeldungen und Konjunkturdaten sorgten derzeit allenfalls für kurzfristige Ausschläge, sagen Händler. Betroffen vom näher rückenden ersten Jahrestag des 11. September war zum Beispiel die Aktie des Touristikkonzerns TUI. Sie verlor 3,8 Prozent auf 19,41 Euro. Münchener Rück verzeichneten ein Minus von 1,9 Prozent auf 170,44 Euro. Die Ratingagentur Moody's hat den Geschäftsausblick und die Bewertung für die Kreditwürdigkeit des europäischen Rückversicherungssektors sowohl kurz- als auch langfristig negativ beurteilt.

Einbußen mussten die Technologiewerte hinnehmen, sowie die Aktien der Deutschen Post und der Telekom. Post-Aktien gaben 2,7 Prozent auf 10,67 Euro ab, die der Telekom 3,7 Prozent auf 10,30 Euro. Die Post hatte für das laufende Jahr ihre reduzierte Umsatz- und Ergebnisprognose vom Juli bestätigt. Zudem belastete die Aussage des CDU-Politikers Lothar Späth, im Falle einer unionsgeführten Bundesregierung werde die Privatisierung der Deutschen Telekom vorangetrieben, sprich: noch mehr Aktien von der Telekom auf dem Markt, etwas, was die Anleger nicht gerade begeistert.

MAN verloren 3,5 Prozent. Die Aussagen des Chefs von MAN- Nutzfahrzeuge, Hakan Samuelsson, hätten für Druck gesorgt, heißt es. Samuelsson rechnet 2002 mit einem deutlichen Rückgang des Bus- und Lkw-Absatzes in Westeuropa. Der Gesamtmarkt in Westeuropa werde in diesem Jahr um zehn bis zwölf Prozent niedriger liegen als im Vorjahr, sagte er. Es gebe auch keine Anzeichen für eine Besserung.

Der Rentenmarkt tendierte leichter: Der REX verlor 0,37 Prozent auf 115,74 Punkte. Der Bund Future fiel um 0,1 Prozent auf 111,30 Punkte. Die Umlaufrendite wurde bei 4,24 Prozent festgestellt, sieben Stellen höher als am Freitag.

Der Kurs des Euro ist am Montag gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,9794 (Freitag: 0,9918) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0210 (1,0083) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 72,00 (- 0,56)

Allianz 118,10 (- 0,90)

BASF 40,66 (- 0,19)

Bayer 21,30 (- 0,79)

HypoVereinsbank 20,17 (- 0,48)

BMW 36,47 (+ 0,17)

Commerzbank 10,08 (+ 0,17)

DaimlerChrysler 42,00 (- 0,05)

Degussa 29,73 (+ 0,18)

Deutsche Bank 59,70 (- 1,05)

Deutsche Post 10,67 (- 0,29)

Deutsche Telekom 10,30 (- 0,40)

E.ON AG 49,15 (- 1,31)

EPCOS 13,01 (- 0,29)

Fresenius Med. Care 26,37 (- 0,87)

Henkel 67,51 (+ 0,79)

Infineon Techno 9,33 (- 0,42)

Linde 39,85 (- 1,00)

Lufthansa 11,45 (- 0,15)

MAN 19,00 (- 0,68)

Metro 23,09 (- 0,21)

MLP 13,43 (- 0,20)

Münchener Rück 170,44 (- 3,31)

TUI AG 19,41 (- 0,77)

RWE 35,15 (- 0,50)

SAP 66,36 (- 1,04)

Schering 54,89 (+ 0,56)

Siemens 43,95 (- 0,89)

ThyssenKrupp 11,87 (- 0,47)

VW 43,82 (- 0,75)

  • Datum 09.09.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2d6w
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