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Aktuell Welt

Kreuzfahrtschiff wird aus Piratengewässern geschleppt

Nach der Havarie im Indischen Ozean müssen die Passagiere der "Costa Allegra" ohne Strom und Klimaanlage ausharren. Aus Sicherheitsgründen soll das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff zu den Seychellen geschleppt werden.

RETRANSMISSION TO PROVIDE ALTERNATIVE CROP - In this photo taken by a member of French fishing vessel, The Talenduic, and provided by the Prefecture of the Reunion Island, shows the Italian cruise ship, The Costa Allegra, left, being towed by French fishing vessel, The Trevignon, in the Indian Ocean, Tuesday, Feb. 28, 2012. The French fishing vessel The Trevignon on Tuesday began towing an Italian cruise ship drifting powerless in the Indian Ocean to a nearby Seychelles island, but was not expected to reach the tiny resort island until Wednesday, officials said. Seychelles authorities said they are making arrangements to evacuate people to the island of Desroches and then to transfer the more than 1,000 passengers and crew members to the main Seychelles island of Mahe by plane and fast boats. (Foto:Le Talenduic, Reunion Island Prefecture, HO/AP/dapd)

Costa Allegra wird gezogen vom französischen Trawler Trevignon

Welch ein Horrorszenario: Nur sechs Wochen nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" im Mittelmeer ist ein weiteres Schiff der italienischen  Reederei Costa-Kreuzfahrten in schwere Seenot geraten.

Mitten im Indischen Ozean brach auf der "Costa Allegra" ein Feuer im Maschinenraum aus. Der Strom fiel aus, die Motoren wurden lahm gelegt. Danach dümpelte das Schiff mit 636 Passagieren und mehr als 400 Besatzungsmitgliedern gut 200 Seemeilen südlich der Seychellen-Inseln.

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Kreuzfahrtboom - zu Lasten der Passagiere?

Fischtrawler als Schlepper im Einsatz

Drei zu Hilfe gekommene Boote nahmen das 187 Meter lange Schiff ins Schlepptau. Begleitet von Küstenwache und Militär sollen das französische Fischerboot und zwei Schlepper die "Costa Allegra" zur Hauptinsel Mahé bringen.

Ein zunächst geplanter Halt an der Insel Desroches, wo die Passagiere von Bord gehen sollten, wurde aus logistischen und Sicherheitsgründen gestrichen, wie die Reederei mitteilte. Laut den Behörden wurde bislang niemand verletzt. Doch gibt es in den Gewässern rund um die Seychellen immer wieder Piratenüberfälle.

Klimaanlage ausgefallen

Foto: dapd

Hubschrauber sollen die Costa Allegra demnächst aus der Luft versorgen

Das Schiff hatte am Samstag von Madagaskar abgelegt. Dank eines Notaggregats gibt es zwar Licht an Bord, aber die Klimaanlage und die Küchen sind seit der Havarie ohne Strom. Hunderte Menschen halten sich auf den Decks auf. Wie es heißt, wollen sie dort auch die Nacht verbringen anstatt in ihren Kabinen.

Wie die Reederei mitteilte, sollte ein Hubschrauber zur "Costa Allegra" geschickt werden, um Lebensmittel, Satellitentelefone und Kurzwellenradios zu bringen. Auch Techniker und Ingenieure sind unterwegs nach Mahé, um das Schiff in Stand zu setzen. Wodurch der Brand ausgelöst wurde, ist noch unklar.

Am 13. Januar war das ebenfalls zu der in Genua ansässigen Reederei Costa-Kreuzfahrten gehörende Schiff "Costa Concordia" mit etwa 4.200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen. Mindestens 25 Menschen kamen dabei ums Leben, sieben weitere gelten noch als vermisst.

uh/SC (dapd,rtr)

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