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Aktuell Asien

Kreuzfahrtschiff treibt vor den Seychellen

Vor den Seychellen treibt ein manövrierunfähiges Kreuzfahrtschiff mit etwa 1000 Menschen an Bord. Rettungsschiffe sind unterwegs. Die "Costa Allegra" gehört zur gleichen Reederei wie die havarierte "Costa Concordia".

Etwa eineinhalb Monate nach der Havarie der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste ist auf einem anderen Kreuzfahrtschiff der Reederei ein Feuer ausgebrochen. Der Brand im Maschinenraum der "Costa Allegra", die im Indischen Ozean unterwegs ist, sei gelöscht, die Passagiere seien "bei guter Gesundheit". Das teilte die Zentrale der italienischen Küstenwache nach einem Telefonat mit dem Kapitän des 188 Meter langen italienischen Kreuzfahrtschiffes mit.

Keine Verletzten

Nach Angaben der Reederei Costa Crociere sind 1049 Menschen an Bord, darunter 636 Passagiere. "Das Feuer hat sich in keinen anderen Bereich des Schiffes ausgebreitet, es hat weder Verletzte noch Opfer gegeben", hieß es. Die "Costa Allegra" liegt demnach südwestlich der Seychellen und soll nach dem Ausbruch des Feuers ein Hilfssignal abgegeben haben.

Das Schiff ist wegen eines Motorschadens ohne Antrieb. Zudem sei der Strom ausgefallen, die Bordapparatur in Notbetrieb, hieß es. Der britische Sender BBC berichtete, ein französischer Fischtrawler habe das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff erreicht und schleppe es zu der nahe gelegenen Desroches Island im Indischen Ozean. Dort könnten die mehr als 600 Passagiere von Bord gehen. Sie würden dann auf die Seychellen gebracht.

Aktien der Reederei Costa Crociere drastisch gefallen

Der Vorfall hatte sich am Montag unmittelbar auf den Aktienkurs des betroffenen US-Reedereikonzerns Carnival ausgewirkt. Dieser war im frühen Handel an der Wall Street um annähernd 2 Prozent auf 29,50 Dollar gefallen. Damit verpufften binnen weniger Minuten rund 400 Millionen Dollar (300 Millionen Euro) an Börsenwert. Die "Costa Allegra" gehört ebenso wie die havarierte "Costa Concordia" zur italienischen Reederei Costa Crociere. Diese wiederum ist eine Tochtergesellschaft von Carnival.

Bei der Havarie der "Concordia" waren mindestens 25 Menschen gestorben, sieben werden noch vermisst. Das Schiff war am 13. Januar vor der italienischen Insel Giglio mit mehr als 4.200 Menschen an Bord auf einen Felsen aufgefahren und gekentert.

as/kl (dpa, dapd, afp, rtr)