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Kreuzfahrtschiff 'Costa Allegra' zu den Seychellen geschleppt

Das nach einem Brand manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff 'Costa Allegra' hat im Schlepptau eines französischen Fischtrawlers den Hafen der Seychellen-Insel Mahé erreicht. Von dort sollen die Passagiere ausgeflogen werden.

Kreuzfahrtschiff Costa Allegra vor den Seychellen (Foto: AP/dapd)

Kreuzfahrtschiff Costa Allegra Ankunft auf den Seychellen

Wie Korrespondenten meldeten, hat das Kreuzfahrtschiff mit mehr als 1000 Menschen an Bord im Hafen von Mahé mit dem Andockmanöver gegonnen. Dies werde einige Zeit dauern. "Sie müssen die richtige Position finden, was nicht leicht ist", sagte der Chef der Küstenwache in Mahé, Georges Adeline.

Im Hafen von Mahé wurde die 'Costa Allegra' von einem großen Medienaufgebot erwartet. Fernsehteams aus aller Welt sind auf die Insel gekommen. Die für die Seychellen zuständige deutsche Botschafterin in Kenia, Margit Hellwig-Bötte, will die 38 Deutschen an Bord des italienischen Schiffes in Empfang nehmen.

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Kreuzfahrtschiff Costa Allegra

Die mehr als 600 Urlauber sollen von den Seychellen nach Italien, Frankreich oder Deutschland ausgeflogen werden. Nach Angaben der italienischen Reederei 'Costa Crociere' wird ihnen aber auch angeboten, bis zu zwei Wochen - die Dauer der geplanten Kreuzfahrt - auf der Inselgruppe im Indischen Ozean zu bleiben.

Brand im Maschinenraum

Das Kreuzfahrtschiff war am Montag auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen, als im Maschinenraum ein Brand ausbrach. Dieser konnte zwar gelöscht werden, doch fielen der Strom, die Klima- und die Toilettenanlagen aus. Passagiere und Crewmitglieder mussten die Nächte im Freien auf Deck verbringen. Gleichzeitig wurde die 'Costa Allegra' durch den Stromausfall manövrierunfähig. Zwei Schlepper und der französische Trawler zogen das Kreuzfahrtschiff durch das wegen Piraten unsichere Seegebiet nach Mahé.

Die Havarie des Kreuzfahrtschiffes erregte besonders starke internationale Aufmerksamkeit, weil die 'Costa Allegra' zur selben Reederei gehört wie die 'Costa Concordia', die vor rund sechs Wochen vor der italienischen Toskana-Küste einen Felsen rammte und kenterte. Bei dem Unglück starben 32 Menschen.

wl/nis (dpa,afp)

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