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Politik & Gesellschaft

Krawalle nach Hamburger Schanzenfest

Der große Aufstand blieb zwar aus, aber ruhig war es nach dem Fest im Hamburger Schanzenviertel auch nicht: Wieder kam es am linksalternativen Zentrum "Rote Flora" zu Zusammenstößen zwischen Randalierern und der Polizei.

Ausschreitungen im Schanzenviertel (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Ausschreitungen im Schanzenviertel

Nach dem traditionellen Schanzenfest ist es in Hamburg wieder zu Ausschreitungen gekommen. In der Nacht zum Sonntag (21.08.2011) habe die Polizei im Schanzenviertel 30 Randalierer vorläufig festgenommen, zehn kamen in Polizeigewahrsam, sagte eine Sprecherin. Fünf Polizisten seien leicht verletzt werden. Die Ausschreitungen seien damit glimpflicher abgelaufen als vor einem Jahr, es habe "sehr wenig Gewalt" gegeben.

Feuer vor der Flora

Randalierer und Schaulustige (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Im Schanzenviertel brannten mehrere Feuer

Zu dem Straßenfest in dem Hamburger Szeneviertel waren am Samstag rund 10.000 Anwohner und Besucher gekommen. Das Fest mit Musik und Flohmarkt verlief friedlich, auch danach blieb es zunächst ruhig. Doch später in der Nacht legten Unbekannte mehrere Feuer, indem sie unter anderem Müllcontainer anzündeten. Die Polizei rückte aus, wie die Sprecherin sagte, um die Feuer zu löschen.

Unweit des linksalternativen Zentrums "Rote Flora" hätten unbekannte, überwiegend vermummte Personen außerdem versucht, in eine Sparkasse einzubrechen, so die Polizei-Sprecherin weiter. Die Beamten hätten Wasserwerfer gegen die Randalierer eingesetzt, dabei seien sie mit Steinen, Flaschen und Knallkörpern beworfen worden.

Sonderbefugnisse für die Polizei

Randalierer (Foto: Philipp Guelland/dapd)

Unbekannte versuchten, in eine Sparkasse einzudringen

Die Behörden hatten das Schanzenviertel in diesem Jahr zu einem "Gefahrengebiet" erklärt. Das erlaubte es der Polizei, Personen auch ohne dringenden Tatverdacht zu kontrollieren und in Gewahrsam zu nehmen. Außerdem konnten sie Platzverweise erteilen und Aufenthaltsverbote verhängen. Die Polizei hatte rund 2100 Beamte im Einsatz, die zum Teil aus anderen Bundesländern hinzugezogen worden waren.

Bei den Ausschreitungen vor einem Jahr waren 14 Menschen verletzt worden, darunter elf Polizisten. Die Polizei hatte mehr als 40 Menschen festgenommen. Wegen der jüngsten Unruhen in Großbritannien und der Serie von Brandanschlägen auf Autos in Berlin war befürchtet worden, dass es auch beim Schanzenfest im Hamburg zu größeren Randalen kommt.

Autor: Dirk Eckert (afp, dpa)

Redaktion: Walter Lausch

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