1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Amerika

Krawalle in Venezuela

In Venezuela hat es am Jahrestag der gewalttätigen Proteste von Anhängern und Gegnern der Regierung neue Zusammenstöße gegeben. In Caracas setzten Gegner von Präsident Maduro Mülleimer in Brand und warfen mit Steinen.

Augenzeugenberichten zufolge wurden mindestens sechs Menschen festgenommen. Zunächst hatten tausende Menschen für Präsident Nicolas Maduro protestiert. In der Stadt San Cristobal setzte die Polizei Tränengas gegen regierungskritische Demonstranten ein, die Brandsätze auf Beamte geworfen und Geschäfte geplündert hatten. Fünf Polizisten und drei Aktivisten wurden verletzt. Studenten und Jugendliche hatten laut lokalen Medienberichten auch Straßen blockiert.

Rücktritt des Präsidenten gefordert

Venezuela leidet unter hoher Inflation, Mangelwirtschaft und gestiegener Kriminalität. Der Ölpreis-Verfall hat die Wirtschaftsprobleme des Opec-Mitglieds zuletzt noch verschärft.

Im Frühjahr 2014 waren 43 Menschen bei wochenlangen Protesten gestorben, darunter Unterstützer und Gegner Maduros. Beide Seiten machen sich gegenseitig für die Eskalation verantwortlich.

Nicolas Maduro Präsident von Venezuela auf einem Markt in Caracas

Gibt sich volksnah: Präsident Maduro

Bei den überwiegend von Studenten und Oppositionellen getragenen Protesten werden politische Reformen und auch der Rücktritt des Sozialisten Maduro gefordert. Er ist Nachfolger des verstorbenen Hugo Chavez. Maduro wirft seinen Gegnern indes vor, einen von den USA gestützten Staatsstreich zu planen.

Auch im Bundesstaat Tachirá gab es nun Konfrontationen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Auf Fotos war zu sehen, wie Demonstranten auf der Straße Müll in Brand steckten. Gouverneur José Vielma Mora sagte dem Nachrichtenkanal Noticias24tv, dass vermummte Demonstranten Steine auf die Polizisten geworfen hätten.

ml/jj (dpa, rtr, afp)