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Aktuell Europa

Krawalle am Nationalfeiertag

Eigentlich war es der Nationalfeiertag in Polen. Doch dann sorgten Rechtsradikale in Warschau dafür, dass es ein Ausnahmezustand wurde. Am Ende standen Straßenschlachten mit der Polizei.

Krawalle am Nationalfeiertag in Polen

Polen Rechtsextremisten beim Nationalfeiertag

Die Ausschreitungen ereigneten sich am Rande einer Großkundgebung polnischer Nationalisten. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, erinnerten zunächst mehr als zehntausend Teilnehmer friedlich an die Unabhängigkeit Polens vor 94 Jahren. Als sich dann aber einige Demonstranten von der geplanten Route des Umzugs absetzten, begannen die Ausschreitungen mit der Polizei.

In anderen Berichten heißt es, vermummte Neonazis hätten die Sicherheitskräfte mit Feuerwerkskörpern und Steinen beworfen. Die Einsatzkräfte hätten daraufhin Schlagstöcke eingesetzt, um den Aufzug der Rechtsnationalisten aufzulösen. Insgesamt waren in der Hauptstadt Tausende Polizisten auf den Straßen, um Zusammenstöße der Rechten mit gleichzeitig demonstrierenden Linksradikalen zu verhindern.

Aufruf zu mehr Geschlossenheit

Präsident Bronislaw Komorowski rief die Bevölkerung in einer Ansprache zum Feiertag zu mehr Geschlossenheit auf. Im katholisch geprägten Polen tobt seit Jahren ein Gesellschaftskonflikt über Fragen wie Abtreibung oder gleichgeschlechtliche Liebe.

Im ganzen Land fanden an diesem Sonntag Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Unabhängigkeit Polens statt. Präsident Komorowski nahm unter anderem an einer Zeremonie am Grabmahl des unbekannten Soldaten in Warschau und an einem "Marsch für die Einheit" des Landes teil.

ml/wa (dpa, afp)