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Sport

Kraft gewinnt Tournee-Auftakt

Stefan Kraft gewinnt wie schon 2014 das Auftaktspringen der 65. Vierschanzentournee in Oberstdorf. In einem spannenden Wettkampf verpasst ein DSV-Adler nur knapp das Podest.

Stefan Kraft ist mit einem Sieg in die 65. Vierschanzentournee gestartet. Wie schon 2014 gewann der Österreicher das Auftaktspringen in Oberstdorf. Kraft kam auf 139,0 und 134,5 Meter und siegte mit 308,0 Punkten vor Kamil Stoch aus Polen (305,2) und seinem Landsmann Michael Hayböck (296,2). "Unglaublich. Dass mir das gelingt, ist mega-cool. Das ist einer meiner schönsten Tage", sagte Kraft. Zu sehr sollte sich der Österreicher nun aber nicht in Sicherheit wiegen, zu oft stürzten die Oberstdorf-Sieger am Ende noch ab. Nur vier der letzten zehn Gewinner am Schattenberg holten am Ende auch den Gesamtsieg.

"Es ist noch nichts entschieden"

65. Vierschanzentournee | Auftaktspringen in Oberstdorf | Markus Eisenbichler (picture-alliance/dpa/D. Karmann)

Überzeugt beim Auftaktspringen: Markus Eisenbichler

Bester Deutscher war Markus Eisenbichler. Der 25-Jährige verpasste nur knapp einen Podestplatz und belegte vor rund 25.000 Fans mit Sprüngen auf 135 und 133,5 Meter den sechsten Rang. Nach dem ersten Durchgang hatte Eisenbichler sogar den vierten Platz belegt. "Die Weite hat nicht gefehlt, ich muss nur normal landen. Das ärgert mich extrem. Ich habe aber bewiesen, dass ich es drauf habe. Ich ärgere mich nur fünf Minuten, und dann ist es vorbei", sagte Eisenbichler und richtete vor dem Neujahrsspringen an diesem Sonntag sofort eine Kampfansage an die Konkurrenz. "Es ist noch nichts entschieden." Das sieht auch Bundestrainer Werner Schuster so: "Markus hat einen guten Wettkampf gemacht und ist weiter dabei. Es ist bitter, dass er über die Landung Plätze verloren hat. Die Jury hat das hart bestraft." 

Favorit Prevc enttäuscht

Der letztjährige Oberstdorf-Sieger Severin Freund belegte mit 129,9 Punkten nur den 20. Rang und hat damit schon alle Chancen auf den Gesamtsieg verspielt. Gleiches gilt für den erst 17 Jahre alten Favoriten Domen Prevc aus Slowenien, der auf einem indiskutablen 26. Platz landete. "Es hört sich doof an, aber die Gesamtwertung ist für mich nicht das bestimmende Thema. Es war von Anfang an klar, dass die Tournee zu früh kommt", sagte der in der Vorbereitung lange verletzte Freund.

Der zuletzt formschwache Tournee-Titelverteidiger Peter Prevc knüpfte als Zehnter zumindest an seine alte Stärke an. Zwei prominente Namen schafften es erst gar nicht in den zweiten Durchgang: Altmeister Noriaki Kasai aus Japan musste auf Rang 31 ebenso vorzeitig die Koffer packen wie der zweimalige Oberstdorf-Sieger Simon Ammann aus der Schweiz, der 37. wurde.

tk (sid, dpa)

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