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Pressemitteilungen

Kostov: Es gibt keine Chance für Groß-Albanien

Mazedonischer Premierminister im Interview mit DW-RADIO


"Es gibt keine Chance für Groß-Albanien wegen der internationalen Organisationen und des Einflusses der EU. Es wird weder Groß-Albanien noch Groß-Mazedonien noch Groß-Serbien gebildet werden." Das sagte der mazedonische Premierminister Hari Kostov in einem Interview mit DW-RADIO. Die geplante Gebietsreform auf ethnischer Grundlage, die heute im mazedonischen Parlament in Skopje diskutierte wurde, gebe keinen Anlass zu Befürchtungen. Nur bei einigen wenigen Menschen gebe es gegenteilige Bestrebungen, so die Einschätzung Kostovs, "aber das ist nicht die Stimmung der Mehrheit. Wir alle in dieser Region können nur an der Bildung von Staaten arbeiten, die Mitglieder von Groß-Europa sein werden."


Die geplante Verwaltungs- und Gebietsreform beruht auf dem Ohrider Abkommen, mit dem im Jahre 2001 nach Vermittlung der USA und der EU ein bewaffneter Aufstand ethnischer Albaner beendet wurde. Kostov betonte, dass die Umsetzung der Reformvorhaben der erste Schritt des Landes in Richtung euroatlantische Institutionen darstellt: "Die internationalen Organisationen und Vertreter von EU und NATO haben uns klar gesagt, dass unser Weg in diese Institutionen durch die Umsetzung des Ohrider Abkommens und die Verabschiedung der Verfassungsänderungen führt. Zunächst muss das Rahmenabkommen umgesetzt werden und in diesem Rahmen ist der Prozess der Dezentralisierung vielleicht einer der wichtigsten Schritte", so der Regierungschef im deutschen Auslandsrundfunk. Danach folgten die Reformen im Rechtssystem, der Kampf gegen organisierte Kriminalität und Korruption, die wirtschaftliche Entwicklung und die Senkung der Zahl der Arbeitslosen.

26. Juli 2004

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  • Datum 26.07.2004
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