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Kultur

Kopf aus gefrorenem Blut als Kunst

Der britische Kunstmäzen Charles Saatchi hat eines der bedeutendsten Kunstwerke der so genannten Britart, einen Kopf aus gefrorenem Blut, an einen amerikanischen Sammler verkauft und daran Millionen verdient. Für die Skulptur "Self" von Marc Quinn bekam Saatchi nach britischen Zeitungsberichten vom Donnerstag 1,5 Millionen Pfund (knapp 2,2 Millionen Euro). Der Multimillionär selbst hatte 1991 für das Werk - ein Abbild des Kopfes des Künstlers, geformt aus gut fünf Litern dessen eigenen Blutes - 13 000 Pfund gezahlt. Das rostbraune Kunstwerk hatte 1997 großes Aufsehen erregt, als es in der Ausstellung "Sensation!" in der Londoner Royal Academy einem großen Publikum vorgestellt worden war. Der Verkauf des Kopfes unterfüttert den Berichten zufolge Vermutungen, dass Saatchi möglicherweise seine gesamte Britart-Sammlung abstoßen will. Erst im Dezember 2004 hatte der Kunstsammler Damien Hirsts in Formaldehyd
eingelegten Haifisch «Shark» für umgerechnet 9 Millionen Euro an einen Amerikaner verkauft. Saatchi hatte im vergangenen Jahr mit der Britart gebrochen und sich der Malerei zugewandt. In seiner Galerie am Londoner Südufer
zeigt Saatchi bereits seit Januar in der Ausstellung "Triumph of Painting" Werke von Martin Kippenberger, Peter Doig, Marlene Dumas, Luc Tuymans, Jörg Immendorff und Hermann Nitsch