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Aktuell Asien

Kopf-an-Kopf-Rennen in Südkorea

Die Südkoreaner haben ein neues Parlament gewählt. Umfragen zufolge liegen die Regierungspartei und die größte Oppositionspartei dicht beieinander. Die Wahl gilt als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl.

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak und seine Frau bei der Wahl (Foto: AP)

Südkorea Wahlen 2012

Sowohl die regierende konservative Saenuri-Partei als bisher stärkste Fraktion als auch die Mitte-Links-Partei DUP können jeweils mit 131 bis 147 Mandaten in der Nationalversammlung in Seoul rechnen. Das ergab am Mittwoch eine Nachwahlbefragung des Fernsehsenders KBS. Fast 40 Millionen Südkoreaner waren zur Wahl aufgerufen, die 300 Abgeordneten des Parlaments in Seoul zu wählen.

Wahl als wichtiger Stimmungstest

Unterstützer der Regierungspartei Saenuri (Foto: AP)

Fast 40 millionen Koreaner waren zur Parlamentswahl aufgerufen

Bei der Abstimmung zeichnete sich zunächst eine geringe Beteiligung ab. Etwa drei Stunden vor Schließung der Wahllokale hatten nach Angaben der staatlichen Wahlkommission 37,2 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Der Anteil lag damit zwar höher als der Wert von 33,1 Prozent vor vier Jahren. Bei der Wahl 2004 hatte jedoch der Anteil noch bei 48 Prozent gelegen. Erste offizielle Ergebnisse werden am späten Mittwochabend erwartet.

Die Abstimmung gilt auch als wichtiger Stimmungstest vor der Präsidentenwahl in der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens am 19. Dezember. In den vergangenen Monaten hatte sich eine Abwendung der Wähler von den etablierten Parteien angedeutet.

"Koreas Watergate"

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak (Foto: AP)

Südkoreas Präsident Lee Myung Bak

Die Zustimmung für Präsident Lee Myung Bak, einen früheren Konzernmanager, war zuletzt spürbar gesunken. Im März nährte ein Skandal, der in den Medien "Koreas Watergate" genannt wurde, Befürchtungen, wonach eine Behörde unter dem Deckmantel der Korruptionsbekämpfung im öffentlichen Dienst Regierungsgegner ausspioniert. Die linksgerichtete DUP beschuldigte Lee einer "Herrschaft des Terrors", die "Südkorea zurück zu der Militärdiktatur der 1980er Jahre" gebracht habe.

Lee ist noch bis zum Februar 2013 im Amt. Er kann nach der fünfjährigen Amtszeit nicht wiedergewählt werden. Im Präsidialsystem des Landes kann der Präsident auch gegen eine Mehrheit der Opposition regieren.

GD/nis (dpa, dapd, afp)

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