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Wirtschaft

Konzerne streichen tausende Arbeitsplätze

Die Wirtschaftskrise schlägt in den USA und Europa immer stärker auf den Arbeitmarkt durch. Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantik kündigten den Abbau von mehr als 70.000 Stellen an.

General-Motors-Zentrale in Detroit (Bild: AP)

Auch General Motors baut weiter Stellen ab: Zentrale des US-Konzerns in Detroit

Gleich mehrere Firmen kündigten am Montag (26.01.2009) den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen an. So trennt sich der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar von 20.000 Angestellten. Der Konzern will sich nach einem Gewinneinbruch im vierten Quartal mit massiven Kostensenkungen für das voraussichtlich schlechteste Geschäftsjahr seit dem Zweiten Weltkrieg wappnen.

Der US-Baumarktkette Home Depot macht weiter die Immobilienkrise zu schaffen. Deshalb will das Unternehmen 7000 Mitarbeiter entlassen, was zwei Prozent der Belegschaft entspricht.

General Motors schließt Werke

Frau mit Mobiltelefon in New York (Bild: AP)

Auch Mobilfunkanbieter haben Entlassungen angekündigt

Der schwer angeschlagene Autobauer General Motors will aufgrund der anhaltend schwachen Nachfrage 2000 Mitarbeiter in zwei Montagewerken in Michigan und Ohio entlassen und vorübergehend neun weitere Werke in Nordamerika stilllegen.

Texas Instruments, der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone, will wegen sinkender Absatzzahlen insgesamt 3400 Arbeitsplätze abbauen. Das sind zwölf Prozent der Belegschaft. Der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel streicht bis zu 8000 Arbeitsplätze und damit rund 14 Prozent der Belegschaft

In Europa kündigte der niederländische Elektronikkonzern Philips nach dem ersten Quartalsverlust seit sechs Jahren die Streichung von 6000 Stellen an. Europas zweitgrößter Stahlhersteller Corus verringert die Zahl der Mitarbeiter wegen der schwachen Nachfrage weltweit um rund 3500.

US-Immobilienfinanzier in Nöten

Auch aus dem Finanzsektor kommen erneut schlechte Nachrichten. Die größte US-Hypothekenbank Fannie Mae braucht erneut Geld. Das bereits unter staatlicher Aufsicht stehende Institut teilte mit, beim US-Finanzministerium würden bis zu 16 Milliarden Dollar als Liquditätsspritze beantragt. Fannie Mae und der Immobilienfinanzierer Freddie Mac stehen direkt oder indirekt für rund die Hälfte der US-Hypotheken gerade.

Die Regierung hatte Anfang September die Kontrolle über die beiden angeschlagenen Institute übernommen, nachdem die Blase am Häusermarkt in den USA geplatzt war. Freddie Mac hatte am Wochenende bekanntgegeben, möglicherweise 35 Milliarden Dollar vom US-Finanzministerium zu benötigen.

Pfizer stemmt Milliardenübernahme

Medikamente von Pfizer und Wyeth (Bild AP)

Medikamente von Pfizer und Wyeth

Unbeeindruckt von der Kirse kündigte der US-Pharmariese Pfizer eine Megaübernahme an. Für rund 68 Milliarden Dollar schluckt der weltweite Branchenprimus den US-Konkurrenten Wyeth. Pfizer, Hersteller des Potenzmittels Viagra, konnte sich dafür von einem Bankenkonsortium einen Kreditrahmen von 22,5 Milliarden Dollar sichern. Fast 20.000 der zusammen etwa 130.000 Arbeitsplätze beider Konzerne sollen im Zuge der Fusion gestrichen werden. (wl)

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