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Wirtschaft

Konsumklima auf höchstem Stand seit 13 Jahren

Die deutschen Verbraucher sind in Kauflaune wie seit langem nicht mehr. Der fallende Ölpreis und die Aussicht auf steigende Einkommen heben die Stimmung.

Die Stimmung der deutschen Verbraucher

ist so gut wie zuletzt vor 13 Jahren. Für den Februar liegt der Konsumklimaindex bei 9,3 Zählern, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch mitteilte. Dies sei der höchste Wert seit November 2001.

Im Januar lag der Indikator bei 9,0 Punkten

. Für den Index werden 2000 Verbraucher befragt. "Weniger Ausgaben für Benzin und Heizöl stärken das verfügbare Einkommen und lassen den Konsumenten mehr Spielraum für Anschaffungen", erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Zudem halten die Verbraucher die niedrigen Energiepreise für einen wichtigen konjunkturellen Impuls. Sie sehen deshalb die Wirtschaft nach der Schwächephase im Herbst wieder im Aufwind, wie aus der Umfrage hervorgeht: Die Deutschen rechnen demnach auch für die kommenden Monate mit einer günstigen Konjunkturlage. "Dabei dürften die deutlich gefallenen Energiepreise eine wichtige Rolle spielen", sagte Gfk-Fachmann Bürkl. Niedrige Energiepreise in Kombination mit dem schwächeren Euro wirkten "wie ein Konjunkturprogramm": Neben den Exporten dürften auch die Investitionen der Unternehmen anziehen.

Angesichts der guten Stimmung der Verbraucher darf auch der

Handel

auf höhere Umsätze hoffen: Die Neigung der Verbraucher, Möbel und andere kostspielige Güter zu kaufen, ist so stark wie seit acht Jahren nicht mehr. Dazu passt, dass die Bereitschaft, Geld auf die hohe Kante zu legen, im Januar so niedrig ausgeprägt war wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Eine wichtige Rolle spielt dabei die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die durch die extrem niedrigen Zinsen das Sparen unattraktiv macht.

zdh/ul (rtr, afp)

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