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Aktuell Europa

Konservativer als Bürgermeister von London bestätigt

Bei den Kommunalwahlen in Großbritannien haben die Regierungsparteien einen Denkzettel erhalten. In London jedoch stimmten die Bürger gegen den Trend.

In der britischen Hauptstadt wurde der konservative Bürgermeister Boris Johnson für eine zweite Amtszeit wiedergewählt. Der 47-Jährige Parteifreund von Premierminister David Cameron setzte sich mit 51,5 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten der Labour-Partei und früheren Bürgermeister von London, Ken Livingstone, durch.

Dies ist jedoch die einzige gute Nachricht für Cameron und seine konservativ-liberale Koalition von den Kommunalwahlen in Teilen von England, Schottland und Wales. In den 181 Kommunen in den abgestimmt wurde, verloren die Torys in den Stadträten mehr als 400 Sitze. Die mitregierenden Liberaldemokraten von Vizepremier Nick Clegg büßten 336 Mandate ein. Die oppositionelle Labour-Partei gewann hingegen 823 Sitze hinzu.

Erfolge für Labour-Opposition

Labour kontrolliert mit Birmingham die zweitgrößte britische Stadt sowie mit Edinburgh und Cardiff die Hauptstädte Schottlands und Wales'. Landesweit kamen die Konservativen nach Berechnungen der Rundfunkanstalt BBC nur noch auf 31 Prozent der Stimmen, ein Minus von vier Punkten. Labour legte um zwei Punkte auf 38 Prozent zu.

Nach Ansicht von Beobachtern sind die Wahlergebnisse sowie die im Schnitt auf nur 32 Prozent geschätzte Wahlbeteiligung Ausdruck der Verärgerung der Bürger über die rigide Sparpolitik der Regierung. Cameron erklärte, er bedauere die Verluste seiner Partei, allerdings habe die Wahl vor einem "schwierigen Hintergrund" stattgefunden. Labour-Chef Ed Miliband sagte, die Wahl sei das Ergebnis davon, dass Cameron Wandel verspreche, aber "Enttäuschung" beschere.

wl/ml (afp,rtr,dapd,dpa)