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Wirtschaft

Konkurrenz für Amerikas Autohersteller

Auf der Detroit Motorshow fahren Autohersteller ihre neuen Modelle auf. Das Spektakel ist für US-Hersteller eine Chance, um von den Einnahmeverlusten im Alltagsgeschäft abzulenken. Toyota setzt derweil zum Überholen an.

Drei weiße Modelle eines neuen BMW-Cabrios auf der Autoshow in Detroit

Schnelle Konkurrenz: General Motors und Ford müssen Gas geben

"Einfach den Wagen vorfahren, ein paar Knöpfe drücken, Lenkrad loslassen und der Wagen parkt selbstständig ein." Peter Silleti, Autohändler in Manhattan ist stolz auf diese neue automatische Einparkfunktion. "Soweit ich weiß, sind wir die einzigen, die so etwas anbieten." Peter arbeitet allerdings nicht für einen US-Autohersteller, sondern für Toyota. Der Lexus, den Peter vorführt, ist Monate im Voraus ausverkauft.

Auf der Autoshow in Detroit haben die beiden größten US-Hersteller General Motors und Ford quasi ein Heimspiel. Dabei befindet sich die US-Autoindustrie mitten im Umbruch, sagt Kevin Tynan, Autoanalyst von Argus Research. "Wir erleben gerade einen Übergang. Hin zu Crossover-Modellen, also einer Art Kreuzung aus PKW und SUV (Sports Utility Vehicle, d.h. ein komfortabler Geländewagen)."

Die beiden größten US-Hersteller befinden sich derweil in einer schwierigen Phase. General Motors hat sieben Jahre in Folge Marktanteile in den USA verloren. Bei der Nummer Zwei, Ford, sieht es nicht viel besser aus. Ford hat allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres rund sieben Milliarden Dollar verloren Um jetzt bessere Zeiten einzuläuten, müssen GM und Ford in den nächsten Tagen vor allem Autos vorstellen, die mehr sind als ein reines Fortbewegungsmittel. "Die Wagen müssen nicht nur sexy, sondern auch überzeugend sein", sagt Brian Moody, der Autos für den Branchendienst Edmunds.com testet.

Ein Beispiel sei der Chevy Malibu von GM, der klassischer, stärker sei und auch eine schönere Innenausstattung habe. Der Chevy Malibu gehört zur neuen Flotte von General Motors, ebenso wie der Cabrio Sport-Flitzer Chevy Camaro. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um ein Concept Car - also eine Art Prototyp, der eventuell nie in Serienproduktion gehen wird. Während GM zumindest für ein bisschen Aufregung sorgen könnte, erwarten die Experten von Ford in diesem Jahr keine großen Neuheiten.

"Ford Chef Alan Mulally hat erst vor kurzem angekündigt, bis 2010 das komplette Sortiment auf neue oder zumindest rundumerneuerte Modelle umzurüsten", weiß Autoanalyst Kevin Tynan. In diesem Jahr habe er nichts Großartiges auf dem heimischen Markt entdeckt. "Ab nächstem Jahr dürfte Ford aggressiver werden."

Einer der Renner von Detroit wird in diesem Jahr wohl der 2007 Tundra CrewMax sein. Das ist eine Kreuzung aus einem SUV und einem Pickup Truck. Der Hersteller heißt: Toyota. Und nachdem der japanische Autogigant den Amerikanern ohnehin schon bei umweltschonenden und sparsameren Modellen davon fährt, will Toyota mit dem Tundra auch bei dem nach wie vor lukrativen Geschäft mit SUVs und Trucks der US-Konkurrenz Marktanteile abknöpfen. Einiges deutet darauf hin, dass die US-Autohersteller das diesjährige Heimspiel in Detroit erneut an die ausländische Konkurrenz verlieren könnten.

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