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Kultur

Konkurrenten um den Shuttle-Nachfolger

Der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin mit der EADS als Partner und ein Konsortium der US-Konzerne Boeing und Northrop Grumman wollen das "Crew Exploration Vehicle" bauen.

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Die Discovery vor dem Start:
Ein neuer Raumtransporter soll her

Vom Boeing-Projekt für den Shuttle-Nachfolger ist bislang kaum etwas bekannt. Über das CEV-Modell von Lockheed Martin gibt es hingegen schon einige Angaben. Das "Crew Exploration Vehicle" soll bis zu sechs Astronauten transportieren können. Die Mannschaftskabine besteht der Planung nach aus einer hitzebeständigen Titanhülle, so dass Schwierigkeiten mit Isoliermaterial wie beim "Discovery"-Flug nicht möglich sein sollen. Bei der Landung auf der Erde würde das Fluggerät mit Fallschirmen zu Boden gleiten. Soweit bisher bekannt ist, soll der neue Raumtransporter nicht wieder verwendbar sein.

Warten auf den Mond- und Marsflug

Anders als beim Shuttle ist zudem damit zu rechnen, dass die NASA Menschen und Material mit dem neuen Flugmodell getrennt voneinander ins All bringt. Nach Ansicht von Raumfahrtexperten wäre das weniger riskant als ein gemeinsamer Transport. Wenn der NASA-Zuschlag an Lockheed Martin geht, wäre die in Bremen ansässige Firma EADS Space Transportation als Partner beteiligt. Soweit Pläne für den Shuttle-Nachfolger bereits bekannt sind, könnte das Gefährt erstmal nur für erdnahe Flüge genutzt werden. Geplante Mond- und Mars-Reisen sind damit noch nicht möglich.

Auch die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hat Pläne für ein Nachfolgemodell des Raumfahrttransporters Sojus. Der "Clipper" soll bereits seit fünf Jahren in der Entwicklung stecken und 2010 fertig sein. Das Raumschiff kann nach Angaben der russischen Agentur mehrmals verwendet werden und sechs Personen transportieren können. Allerdings ist noch unklar, mit welchem Trägersystem das russische Gerät ins All kommen soll. Auch die Finanzierung ist bisher nicht gesichert.

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