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Wirtschaft

Konjunkturhoffnungen und gute Vorgaben beflügeln die Kurse

In der deutschen Wirtschaft hellt sich die trübe Stimmung zunehmend auf. Das besagt zumindest der Geschäftsklima-Index, den das Münchner Ifo-Institut monatlich ermittelt.

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Siemens: bis zum Mittag Dax-Kursgewinner

Der Index gilt als wichtiger Maßstab dafür, wie die Unternehmen die wirtschaftliche Situation beurteilen. Im Februar ist er stärker gestiegen, als Experten erwartet hatten.

Die Händler an der Frankfurter Börse gerieten deswegen zwar noch nicht in einen Kaufrausch, aber immerhin hatten die guten Zahlen einen leicht positiven Einfluß auf die Börse. Der DAX liegt mit 1,2 Prozent im Plus bei 4921 Punkten. Am Neuen Markt stieg der Nemax-50-Index um 1,9 Prozent auf 1018 Zähler.

Angeführt wurde die Liste der Dax-Kursgewinner von den Technologiefirmen Siemens und Epcos, die jeweils um die drei Prozent anzogen. Ein Aktienhändler sagte, Technologie-Werte würden als erstes von einem Konjunkturaufschwung profitieren und hätten nach den deutlichen Kursverlusten im Vorjahr auch noch ein starkes Kurspotenzial nach oben. Händler verwiesen außerdem auf die positiven Vorgaben der technologielastigen US-Börse Nasdaq am Vortag.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand am Dienstag die Aktie der deutschen Telekom. Das Kartellamt gab heute bekannt, was seit längerem erwartet worden war: Die Telekom darf ihre Fernseh-Kabelnetze nicht an den US-Konzern Liberty Media verkaufen. Begründet wurde die Entscheidung mit Wettbewerbsbeschränkungen zum Nachteil der Verbraucher. Liberty betreibt nicht nur Kabelnetze, sondern bietet auch eigene Fernsehprogramme an.

Die Telekom bedauerte die Entscheidung. Sie muss sich nun nach einem neuen Käufer für ihr restliches Kabelnetz mit rund zehn Millionen Haushalten suchen. Die über fünf Milliarden Euro, die der Verkauf bringen sollte, braucht das Unternehmen dringend zum Schuldenabbau.

Die Aktien der Telekom legten bislang allerdings um über ein Prozent zu. Händlern zufolge gibt es an der Börse wieder Hoffnung, dass die Telekom einen anderen Käufer finden wird. Zwar hat das Unternehmen nach Aussage eines Sprechers noch keine Gespräche mit anderen Interessenten geführt, da mit Liberty Exklusivität vereinbart worden war. Jetzt, wo das Geschäft geplatzt ist, stünden aber neue Gespräche zur Debatte. Einige Händler sehen in der britischen Compere einen möglich Käufer.

Das Papier des Industriegüterkonzerns ThyssenKrupp drehte nach anfänglichen Verlusten leicht in Plus. ThyssenKrupp hat im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen kräftigen Gewinneinbruch verzeichnet. Begründet wurde dies mit der Konjunkturschwäche.

Die Aktienbörse in Tokio hat am Dienstag schwächer geschlossen. Unter den Investoren machte sich Enttäuschung breit über ein Maßnahmenpaket der japanischen Regierung, mit dem diese den Preisverfall bekämpfen will. Das Paket soll am Mittwoch vorgestellt werden. Anleger zeigten sich laut Händlern über Medienberichte enttäuscht, wonach das Regierungspaket keine konkreten Maßnahmen zur Stärkung der kapitalschwachen Banken mittels öffentlicher Gelder enthalten wird. Das drückte auch heute auf die Kurse, der Nikkei-Index fiel um 0,9 Prozent auf 10203 Punkte.

Der Euro ist gefallen und notiert gegen Mittag bei 0,8690 US-Dollar.

  • Datum 26.02.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1t4I
  • Datum 26.02.2002
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