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Afrika

Kongo: DW fordert Freilassung ihres Korrespondenten

Antéditeste Niragira wollte für die DW über die desolaten Bedingungen in einem Flüchtlingslager an der kongolesischen Grenze zu Burundi berichten - und wurde verhaftet. Die DW fordert seine unverzügliche Freilassung.

Am vergangenen Mittwoch meldete sich der Mitarbeiter der Deutschen Welle zum bislang letzten Mal bei seiner Frau. Antéditeste Niragira sagte, er wolle über die unwürdigen Bedingungen in einem Flüchtlingslager in Kavimvira berichten. In dem Ort am Tanganjika-See grenzt die Demokratischen Republik Kongo an Burundi. Von dort strömten nach Angaben der Vereinten Nationen seit dem Putschversuch im Jahr 2015 mehr als 260.000 Bürgerkriegsflüchtlinge in die Nachbarländer.

In dem Flüchtlingslager wurde der Korrespondent nach DW-Angaben von Mitarbeitern des kongolesischen Nachrictendienstes (ANR) verhaftet und in ein Gefängnis in Uvira gebracht.

"Spionagevorwurf ist ungeheuerlich"

Ein von der DW beauftragter Anwalt konnte sich von der Unversehrtheit des Journalisten überzeugen. Bislang verweigern die Behörden jedoch jede Information über die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

"Der Vorwurf, unser Korrespondent habe spionieren wollen, ist ungeheuerlich und entbehrt jeder Grundlage", sagte DW-Sprecher Christoph Jumpelt. "Wir verlangen von den zuständigen Stellen in der Demokratischen Republik Kongo, dass sie Antéditeste Niragira unverzüglich auf freien Fuß setzen." Außerdem, so Jumpelt weiter, müsse dem Kollegen die sichere Ausreise nach Burundi ermöglicht werden.

mak/se (DW intern)