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Aktuell Afrika

Konfliktparteien im Südsudan vereinbaren erneut Ende der Kämpfe

Noch keine vier Jahre ist der Südsudan unabhängig, seit einem Jahr herrscht Bürgerkrieg. Zum wiederholten Male einigten sich nun die Konfliktparteien auf ein Ende der Kämpfe. Hält der Waffenstillstand?

Salva Kiir mit Jakaya Kikwete und Riek Machar (Foto: AFP)

Südsudans Präsident Salva Kiir (l), Tansanias Präsident Jakaya Kikwete (m) und Rebellenführer Riek Machar, Archivbild

Südsudans Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar unterzeichneten in der tansanischen Stadt Arusha ein Abkommen, das die beiden rivalisierenden Flügel der Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) wieder zusammenbringen soll. Die SPLM hat sich infolge des Konflikts zwischen Kiir und seinem langjährigen Rivalen und früheren Stellvertreter Machar nach der ethnischen Zugehörigkeit der beiden Kontrahenten aufgespalten.

Zehntausende Tote

Seit Beginn des Konflikts im Dezember 2013 wurden im Teufelskreis der Gewalt zehntausende Menschen getötet und Hunderttausende aus ihren Häusern vertrieben. Der Bürgerkrieg brachte das ohnehin arme Land an den Rand einer Hungersnot. Bisherige Bemühungen zur Beilegung des Konflikts scheiterten stets nach kurzer Zeit. Zuletzt trafen sich Kiir und Machar im November in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Sie einigten sich dabei auf eine Waffenruhe, doch wurde sie bereits nach wenigen Stunden gebrochen.

Nach Unterzeichnung des neuen Abkommens sagte Tansanias Außenminister Bernard Membe, er gratuliere beiden Seiten dafür, ihre Partei zum Wohl des Landes wieder zu vereinen. Mehrere Präsidenten der Nachbarländer wohnten der Unterzeichnung bei, die von Tansanias Präsident Jakaya Kikwete vermittelt wurde. Genaue Angaben zu der Vereinbarung wurden nicht gemacht. Trotz der laufenden Verhandlungen wurde in den vergangenen Tagen im Zentrum des Südsudans weiter gekämpft.

cr/qu (afp, rtr)