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Amerika

Kommission soll Ölunfall durchleuchten

Die Ölpest im Golf von Mexiko hat Konsequenzen: US-Präsident Barack Obama setzt eine Kommission ein, Umweltschützer klagen. Einen ersten Rücktritt gibt es ebenfalls. Und BP gibt sich zuversichtlich im Kampf gegen das Öl.

Barrieren im Wasser rund um eine Insel (Foto: AP)

Barrieren sollen das Öl fernhalten

Nun greift der Präsident durch: Eine unabhängige Kommission soll den Ölunfall im Golf von Mexiko nach dem Willen von Barack Obama untersuchen. Das Gremium soll dem Präsidenten unterstehen und ähnlich zusammengesetzt sein wie bei anderen nationalen Katastrophen, sagte ein mit der Sache vertrauter Regierungsmitarbeiter in Washington. Die Kommission soll demnach in den nächsten Tagen vorgestellt werden. Umweltschützer reichten derweil im Zusammenhang mit der Ölpest zwei Klagen vor Bundesgerichten in Alabama und Texas ein.

Behörden-Kontrolleur tritt zurück

Bereits am Freitag hatte Obama "unerbittliche Konsequenzen" im Kampf gegen die Ölpest gefordert. Sichtlich verärgert sagte er, er werde "Verantwortungslosigkeit" nicht mehr tolerieren. Der Präsident kündigte eine Reform der Behörden an, die für die Ölförderung zuständig sind.

Erste personelle Konsequenzen gibt es bereits: Ein für die Kontrolle der Tiefsee-Bohrungen zuständiger Abteilungsleiter der US-Behörde für Mineralienförderung nahm am Montag (17.05.2010) seinen Hut. Zuvor hatte US-Präsident Obama die seiner Ansicht nach zu enge und "behagliche" Beziehung zwischen der Behörde und der Ölindustrie scharf kritisiert.

BP verbreitet Zuversicht

Das Öl wird auf ein Schiff gepumpt, Gas wird abgefackelt (Foto: AP)

Das Öl wird auf ein Schiff gepumpt, Gas wird abgefackelt

Der britische Ölkonzern BP vermeldet derweil weitere Fortschritte beim Kampf gegen das am Meeresgrund austretende Öl. Das neu installierte Absaugsystem könnte nach Einschätzung des zuständigen BP-Managers möglicherweise die Hälfte des austretenden Öls auffangen. Der Ölkonzern hatte in 1500 Metern Tiefe ein Absaugrohr in das beschädigte Bohrloch eingeführt, um austretendes Öl abzusaugen.

Bisher wird den Angaben zufolge rund ein Fünftel der auslaufenden Menge aufgefangen. Seit der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" und deren Untergang Ende April laufen im Golf von Mexiko Unmengen von Öl ins Meer. Der Ölteppich bedroht ganze Küstenabschnitte im Süden der Vereinigten Staaten.

Autor: Frank Wörner (dpa/afp/apn/rtr)
Redaktion: Reinhard Kleber

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