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Bundesliga

Kommentar: Sie wissen wieder, was sie tun

Borussia Dortmund besiegt Schalke 04 im Revierderby und klettert in der Tabelle weiter. Der Abstiegskampf muss abgehakt werden, jetzt gilt es, sich neue Ziele zu stecken, meint DW-Reporter Thomas Klein.

Vier Bundesliga-Siege in Folge, erst eine Niederlage in diesem Jahr - Borussia Dortmund ist zurück in der Erfolgsspur. Nach einer unterirdischen Hinrunde, kommt das Team von Trainer Jürgen Klopp immer besser in Tritt und erinnert wieder an die Borussia, die in den vergangenen Spielzeiten so oft für Furore gesorgt hat. Nur noch wenig ist von der Nervosität und Unsicherheit zu sehen, die in der ersten Saisonhälfte so manchem BVB-Anhänger große Sorgenfalten auf die Stirn getrieben hatte.

Ein Beleg dafür ist der Jubel von Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus nach dem Führungstreffer gegen den Reviernachbarn aus Gelsenkirchen - "Batman und Robin" schießen den FC Schalke 04 fast im Alleingang ab. "In der Hinrunde hatten wir nicht so viel Spaß. Wir waren vor zwei Tagen zusammen essen, das ist dabei herausgekommen", verriet Reus nach dem Spiel. Der Superhelden-Jubel zeigt aber auch, dass das Selbstbewusstsein beim Champions-League-Teilnehmer zurück ist. Besonders das Duo Reus und Aubameyang sorgen derzeit für lange vermisste Glücksgefühle beim BVB.

Verlässliche Leistungsträger

Thomas Klein

DW-Reporter Thomas Klein

Rückschläge, wie die Niederlage gegen Juventus Turin in der Königsklasse oder Rückstände wie beispielsweise gegen den FSV Mainz 05 in der Bundesliga, werden - wie in alten Zeiten - weggesteckt. Das Team wirkt gefestigt, die Spieler harmonieren wieder. Leistungsträger wie Mats Hummels, Nuri Sahin, Ilkay Gündogan oder Reus sind wieder verlässliche Säulen im Team. Die Neuzugänge Aubameyang und "Chancentod" Henrikh Mkhitaryan kommen ebenfalls immer besser ins Spiel und scheinen langsam aber sicher die Kloppsche Idee verstanden zu haben.

Über den Abstiegskampf braucht man sich in Dortmund nun keine Gedanken mehr zu machen. Dennoch tritt Klopp weiter auf die Euphoriebremse, was verständlich, aber auch unnötig ist. Zwar sind es nur fünf Punkte bis zum Relegationsplatz, doch der Abstand zu den Europa-League-Rängen beträgt auch nur sieben Zähler. Zudem schwächeln viele Klubs, die momentan noch vor dem BVB rangieren, einzig Bayern München und der VfL Wolfsburg scheinen derzeit uneinholbar zu sein - vieles ist also möglich!