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Fußball

Kommentar: Minimalsieg, aber Soll erfüllt

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Sieg in die Europameisterschaft gestartet. Damit hat sie zwar kein Torfestival gefeiert, die Erwartungen aber erfüllt, meint DW-Sportredakteurin Olivia Fritz.

1:0 zum Auftakt – was will man mehr? Natürlich, es hätten noch mehr Tore sein können. 3:1, 4:0 – viele deutsche Fans hatten sich einen Kantersieg gewünscht. Dabei ging es gegen Portugal, einen harten Gegner mit einem der besten Spieler der Welt: Cristiano Ronaldo. Doch was soll´s? Was wirklich wichtig ist, sind die Punkte. Drei Punkte zu Beginn des Turniers – mehr geht nicht!

Und damit hat die deutsche Elf genau das gemacht, was sie soll: Gewinnen. Wie wichtig dieser Minimalsieg war, lässt sich schon vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den Erzrivalen aus den Niederlanden beantworten: Kein Endspiel, sondern Vorteil Deutschland! Weil Holland gegen Dänemark verlor, steht der gefürchtete Rivale schon gehörig unter Druck. Die deutsche Elf dagegen kann ihr Spiel in aller Ruhe aufziehen und sich ins Turnier tasten.

Ohne Druck weitermachen

Denn man darf nicht vergessen: Der Kader ist noch nicht so lang zusammen wie bei anderen Mannschaften: Wegen des Champions-League-Finales kamen die Bayern-Spieler erst spät dazu. Doch durch den Auftaktsieg ist der erste große Druck von den Schultern genommen. Die Mannschaft kann sich weiter in Ruhe einspielen. Längst ist noch nicht alles perfekt, das weiß auch Bundestrainer Joachim Löw. Jetzt gilt es, die wesentlichen Erkenntnisse aus dem Spiel zu ziehen und das Team weiter zu verbessern.

Doch was man schon jetzt gesehen hat, macht Mut für die kommenden Aufgaben: Mats Hummels hat in der Innenverteidigung zeitweise überragend gespielt. Jérôme Boateng verstand es, Portugals Superstar "CR7" weitestgehend das Spiel zu verderben. Und Mario Gomez hat gezeigt, dass er durchaus zum Matchwinner werden kann. Deutschland liegt voll im Soll. Der Rest wird schon noch kommen.