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Fußball

Kommentar: Kopf hoch, Nürnberg!

Nürnberg hat immer noch nicht gewonnen und ist auf den letzten Platz der Tabelle abgerutscht. Kein Grund zu resignieren, meint DW-Sportreporter Andreas Sten-Ziemons. Die Nürnberger sind auf einem guten Weg.

Andreas Sten-Ziemons (Foto: DW)

Andreas Sten-Ziemons

Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu - diese einst von Dortmunds Stürmer Jürgen Wegmann ausgesprochene Fußball-Weisheit ist an diesem Wochenende mal wieder eindrucksvoll bestätigt worden. Der 1. FC Nürnberg zeigte bei Borussia Mönchengladbach ein mutiges und engagiertes Spiel und machte im Grunde alles richtig, um endlich den ersehnten ersten Sieg in der laufenden Saison einzufahren.

Bis zum verdienten 1:0 lief alles nach Plan, doch dann schlug in der zweiten Halbzeit das Schicksal zu. Zunächst verweigerte der Schiedsrichter dem "Club" einen klaren Elfmeter, dann fiel durch einen Sonntagsschuss der Ausgleich. Unmittelbar danach geriet Nürnberg durch ein unnötiges Eigentor in Rückstand. Aber die Moral stimmte auch jetzt noch: Nürnberg bäumte sich auf, spielte weiter nach vorne und hatte erneut Pech: Drimics Schuss sprang unter die Latte des Gladbacher Gehäuses und von dort knapp hinter die Torlinie. Es wäre das 2:2 gewesen, aber das Schiedsrichtergespann gab den Treffer nicht. Am Ende stand der 1.FC Nürnberg erneut mit leeren Händen da. Nach zwölf Spieltagen ist man mit nur sieben Zählern Tabellenletzter.

Fußball Bundesliga 12. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - 1. FC Nürnberg am 09.11.2013 im Borussia-Park in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen). Nürnbergs Hiroshi Kiyotake und Nürnbergs Daniel Ginczek stehen nach Spielende auf dem Rasen (Foto: Jonas Güttler/dpa)

Das darf doch nicht wahr sein: Nürnberg macht ein tolles Spiel und verliert erneut

Sorgen machen, muss man sich um diese Nürnberger aber dennoch nicht. Denn trotz der neuerlichen Pleite kann es nach dem Spiel nur eine Meinung geben: Diese Niederlage war unverdient. Nürnberg hat eine großartige Leistung gezeigt. Die Handschrift des neuen Trainers Gertjan Verbeek, der eine offensive Spielweise bevorzugt, ist bereits klar erkennbar. Das Team sprühte geradezu vor Spielfreude und wirkte nicht wie ein Abstiegskandidat, der Angst davor hat, Fehler zu machen. Auch die Moral stimmt: Durch die Gegentore ließen sich die Nürnberger keineswegs verunsichern, sondern sie setzten ihr Spiel unbeeindruckt fort.

Wenn die Mannschaft weiter so spielt wie in Mönchengladbach, wird sich der Erfolg bald einstellen und es wird nicht mehr lange dauern, bis auch Nürnberg sich über den ersten Sieg in dieser Bundesliga-Saison freuen darf. Eine Erklärung, warum es nicht schon am Samstag bei der Borussia dazu gekommen ist, hat wohl niemand - vielleicht mit Ausnahme von Jürgen Wegmann.

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