Kommentar: Köln steigt nicht ab! | Kommentare | DW | 21.01.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Bundesliga-Kommentar

Kommentar: Köln steigt nicht ab!

Der FC brauche ein "Wunder" um den Klassenerhalt zu schaffen - so die einhellige Meinung vor dem Rückrundenstart. Aus dem Wunder ist mittlerweile ein realistisches Ziel geworden, meint DW-Sportreporter Thomas Klein.

Mit lediglich sechs Punkten auf dem Konto startete der 1. FC Köln vor einer Woche die Mission Klassenerhalt. Niemand im Umfeld, aber auch niemand von den Verantwortlichen bei den Kölnern machte sich Hoffnungen auf ein weiteres Jahr in der Bundesliga. Zwei Spieltage und zwei Siege später wendet sich das Blatt. Langsam. Zwar ist der FC immer noch Tabellenletzter, der Rückstand auf den Relegationsplatz, den momentan noch Werder Bremen belegt, beträgt aber nur noch vier Zähler. Bei noch 14 zu spielenden Partien ist aus dem Wunder ein realistisches Ziel geworden!

Ruthenbeck mit den richtigen Ansagen

Klein Thomas Kommentarbild App

DW-Sportreporter Thomas Klein

Die Gründe für den Kölner Aufschwung sind deutlich zu erkennen. Stefan Ruthenbeck, der als Nachfolger von Peter Stöger auf der Trainerbank installiert wurde, hat den Weg in die Köpfe der Profis gefunden, den berühmten, aber entscheidenden Hebel umgelegt und seinem Team neues Selbstbewusstsein eingehaucht. Der 45-jährige Coach findet offensichtlich die richtigen Worte und macht die passenden Ansagen. Der Trainer geht voran und lebt seiner Mannschaft den Traum vom Klassenerhalt sehr lebendig vor. Ruthenbeck ist davon überzeugt, den nötigen Rückstand in den kommenden "Endspielen" aufholen zu können und seine Spieler folgen ihm.

So hat Neuzugang Simon Terodde nach dem 2:0-Sieg gegen den HSV eine "positive Grundstimmung" in der Mannschaft festgestellt und ist dazu auch noch verantwortlich für selbige. Erst der Siegtreffer im Derby gegen Mönchengladbach und dann ein Doppelpack gegen die Hamburger am Samstag. "Er tut uns sehr gut, denn im Gegensatz zur Hinrunde haben wir jetzt wieder einen, der die Dinger vorne einfach macht", erklärte Torwart Timo Horn.

„Wir haben momentan alle Bock"

Auch neben dem Platz stimmt es in der Kölner Mannschaft - bemerkenswert bei der hohen Anzahl an Rückschlägen im vergangenen Jahr. Keine Schuldzuweisungen in der Öffentlichkeit, keine Streitigkeiten - der FC präsentiert und präsentierte sich immer als geschlossene Einheit, als Team.

Stürmer Terodde und Trainer Ruthenbeck sind die Schlüsselfiguren beim "Projekt Klassenerhalt". Beide haben den Vorteil nicht Teil der katastrophalen Hinrunde gewesen zu sein, sie sind eben nicht - im Gegensatz zum Rest der Mannschaft - psychisch vorbelastet. "Wir haben momentan alle Bock auf das nächste Spiel", sagte Terodde in Hamburg. Der kommende Gegner kommt aus Augsburg - ein weiteres Endspiel und vielleicht der nächste Schritt zum wundersamen und historischen Klassenerhalt der Kölner.

 

Sie können unterhalb dieses Artikels einen Kommentar abgeben. Wir freuen uns auf Ihre Meinungsäußerung!

Die Redaktion empfiehlt