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Fußball

Kommentar: Ganz einfach die Besten

In Rekordzeit haben sich die Bayern ihren 24. Meistertitel geholt. Sie haben schlicht alles richtig gemacht, findet DW-Sportredakteur Stefan Nestler. Ganz im Gegensatz zu ihren Konkurrenten.

DW-Sportredakteur Stefan Nestler. Foto: DW

DW-Sportredakteur Stefan Nestler

Die Bayern sind Meister. Wieder. Diesmal jedoch so früh wie noch keine Mannschaft zuvor in der Geschichte der Bundesliga. Bereits am 27. Spieltag, also sieben Partien vor Saisonschluss, macht die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola den Meistersack zu. Glückwunsch, ohne wenn und aber! Wer die Schale holt, hat sie auch verdient. Und wer nun schon 52 Bundesligaspiele in Serie nicht verloren hat, wer die jeweils mit Abstand beste Abwehr und den besten Sturm hat, der kann ja kaum anders als Meister werden.

Guardiola hat die Bayern noch besser gemacht

Startrainer Pep Guardiola übernahm Mitte 2013 beim FC Bayern die Verantwortung zu einem Zeitpunkt, als der Verein mit dem Gewinn des Triples aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League eigentlich schon das Maximum erreicht hatte. Nicht wenige glaubten, dass der Spanier deswegen nur verlieren könnte. Doch Guardiola hat es geschafft, das Niveau nicht nur zu halten, sondern der Mannschaft auch seinen eigenen Stempel aufzudrücken, sie spielerisch weiter zu bringen. Auch in dieser Saison tanzen die Bayern noch auf allen Hochzeiten. Hinter die Bundesliga, können sie nun einen Haken machen. Teil eins der Mission ist erfüllt.

Wie in Schockstarre

Die Bayern können nichts dafür, dass diese Saison als die wohl langweiligste, weil einseitigste in die Geschichte der Bundesliga eingehen wird. Daran sind die anderen vermeintlichen Spitzenteams schuld. Keines von ihnen verdiente sich diesmal auch nur annähernd die Bezeichnung "Bayern-Verfolger". Fast wie in Schockstarre wirkten sie. Von Augenhöhe war nichts zu sehen - und noch schlimmer, auch nichts zu spüren. Sehr früh schrieben Dortmund, Schalke und Leverkusen den Meistertitel ab. Sollen die Bayern doch gewinnen, na und? Zweiter oder dritter Platz ist auch nett, Hauptsache Champions-League-Ticket.

Statt Sportsgeist zu zeigen und den schier übermächtigen Bayern zu trotzen, beklagten sich Vertreter dieser Vereine fast gebetsmühlenartig über die finanziellen Nachteile. Die machten es angeblich unmöglich, den Münchenern das Wasser zu reichen. Das zur Schau getragene Selbstmitleid war mindestens genauso ermüdend wie die Dominanz des FC Bayern. Von der stärksten Liga der Welt kann nicht mehr die Rede sein. Nur noch von der stärksten Mannschaft der Welt.

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