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Aktuell Amerika

Kolumbiens Präsident Santos wiedergewählt

Die Kolumbianer haben Juan Manuel Santos im Amt des Staatschefs bestätigt - und damit auch für die Fortsetzung der Friedensgespräche mit der Farc-Guerilla gestimmt.

Kolumbien: Wahlsieger Juan Manuel Santos (Foto: AP Photo/Santiago Cortez)

Klare Botschaft: Juan Manuel Santos zeigt sich nach dem Wahlsieg mit dem Wort "Frieden" auf seiner Hand

Juan Manuel Santos ist für eine zweite Amtszeit als kolumbianischer Präsident wiedergewählt worden. In einer Stichwahl setzte sich der 62-jährige Zentrumspolitiker (Artikelbild) am Sonntag gegen seinen rechten Rivalen Óscar Iván Zuluaga durch.

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Wahlkommission erhielt Santos 51 Prozent, Zuluaga kam auf 45 Prozent.

Abstimmung über Friedensgespräche

Im ersten Wahlgang am 25. Mai hatte Zuluaga noch mit 3,5 Prozentpunkten vor Santos gelegen. Santos hatte die Friedensgespräche mit der FARC-Guerilla zum wichtigsten Punkt seines Regierungsprogramms gemacht. Eine Woche vor der Stichwahl hatte Santos dann Fortschritte bei den Verhandlungen verkündet, die seit November 2012 in Havanna laufen. Zudem hatte er angekündigt, Sondierungsgespräche mit der ELN aufzunehmen, der zweitgrößten Rebellen-Organisation in Kolumbien.

Zuluaga war dagegen als harter Kritiker der Friedensgespräche in die Stichwahl gegangen. Santos sei zu nachgiebig gegenüber der Guerilla, kritisierte er. Sollte er Präsident werden, werde er den Gewalttätigen weder Immunität noch politische Privilegien gewähren, hatte er angekündigt.

Kolumbien: Wahlverlierer Óscar Iván Zuluaga (Foto: AP Photo/Javier Galeano)

Gescheitert: Óscar Iván Zuluaga

Jahrzehntelanger Guerilla-Krieg

Nach der Stimmabgabe kommentierte Santos deshalb im Kurznachrichtendienst Twitter unter Anspielung auf den 3:0-Sieg Kolumbiens bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Griechenland: "Gestern gewann die Nationalelf, heute gewinnt der Frieden."

Die 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer gebildete linksradikale FARC ist die älteste aktive Guerillagruppe im Land. Während der Stichwahl hatte die FARC eine einseitige Waffenruhe verkündet.

det/wh (afp, dpa)

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