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Aktuell Amerika

Kolumbien stellt Angriffe auf FARC-Guerilla für einen Monat ein

Kolumbien will den Konflikt mit der FARC deeskalieren. Angriffe auf Camps der Guerilla sollen vorübergehend ausgesetzt werden. Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg rückt ein Waffenstillstand damit in greifbare Nähe.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos sagte in einer Fernsehansprache, er werde das Verteidigungsministerium und die Armee auffordern, die Angriffe auf FARC-Camps "für einen Monat auszusetzen". Er habe diese Entscheidung getroffen, um den Konflikt mit der Guerilla zu "deeskalieren". In einem Monat könnte der Stopp der Luftangriffe verlängert werden, wenn sich die Guerilla ihrerseits an die Feuerpause halte.

Hoffen auf Waffenstillstand

Nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg rückt ein Waffenstillstand damit in greifbare Nähe. Die FARC hatten im Dezember eine einseitige Waffenruhe verkündet und die kolumbianischen Streitkräfte aufgefordert, ihre Militäraktionen ebenfalls einzustellen. Der Waffenstillstand war aber von der Regierung zunächst ohne ein umfassendes Friedensabkommen nicht akzeptiert worden.

Jahrzehntelanger Bürgerkrieg

Seit November 2012 laufen mit Unterbrechungen Friedensgespräche zwischen der Farc und Kolumbiens Regierung in Havanna. Am Sonntag waren in Kolumbien Zehntausende für ein Ende des Bürgerkrieges und Frieden in dem südamerikanischen Land auf die Straße gegangen. Im seit rund 50 Jahren andauernden Konflikt zwischen staatlichen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs sind bisher mehr als 220.000 Menschen getötet worden. Millionen wurden aus ihren Heimatdörfern vertrieben.

cr/sti (dpa, afp)