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Kolumbien: Entwicklungsminister Niebel besucht DW-AKADEMIE-Projekt

Im Rahmen seiner Lateinamerikareise besuchte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ein Projekt der DW-AKADEMIE in Kolumbien und zeichnete eine Teilnehmerin mit einem Preis für herausragenden Lokaljournalismus aus.

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Die kleine Yamile war zwölf, als Paramilitärs ihre Mutter entführten. Wenig später wurde ihr Vater auf offener Straße erschossen. Zehn Jahre ist das nun her. Die Täter sind bekannt, wurden aber nie verhaftet. Es gibt zahlreiche solcher Fälle in Kolumbien. Eine Ausnahme ist jedoch, dass in den Medien darüber berichtet wird. Denn mit der Veröffentlichung solcher Straftaten setzen sich Journalisten und Zeugen einem erheblichen Risiko aus.

Die Journalistin Yesenia Bayona ist dieses Risiko eingegangen. Und hat nun mit ihrem Videobeitrag über den Fall Yamile den gemeinsam von der DW-AKADEMIE und der kolumbianischen Universidad del Norte ausgeschriebenen Wettbewerb „Caminos de la Paz“ („Wege des Friedens“) gewonnen. Mit Tränen in den Augen nahm die Lokaljournalistin aus Yopal in der kolumbianischen Konfliktregion Casanare ihre Auszeichnung von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel entgegen. Dieser war nach Kolumbien gereist, um sich vor Ort ein Bild von den Projekten der Medienentwicklung zu machen.

11.2010 DW-AKADEMIE Medienentwicklung Lateinamerika Kolumbien Lokaljournalismus Preis 1

Niebel betonte die Bedeutung freier Medien und wies in diesem Zusammenhang auf die wichtige Rolle der DW-AKADEMIE in Kolumbien hin. „Heute kann jeder über das Internet veröffentlichen, was er will“, sagte der Minister, „um so wichtiger ist es, dass die Journalisten eine solide Grundausbildung erhalten“.

Anlässlich des Ministerbesuchs stellten kolumbianische Lokalsender, die an einem mehrjährigen Projekt der DW-AKADEMIE teilnehmen, eine neue Internetplattform vor (www.rednoticiastv.org). Diese ermöglicht es ihnen fortan, TV-Beiträge – wie die preisgekrönte Reportage von Yesenia Bayona – in sendefähiger Qualität untereinander auszutauschen. „Die neue Internetplattform ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Lokalsender“, so Projektmanager Matthias Kopp. „Damit können Journalisten, die in isolierten Gebieten mit begrenzten Mitteln und häufig unter gefährlichen Konditionen arbeiten, sich gegenseitig unterstützen.“

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