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Aktuell Amerika

Kolumbianische Rebellen künden Kehrtwende an

In Kolumbien können Menschen jahrelang in Geiselhaft verschwinden: Für die marxistische Guerilla-Organisation FARC gehören Entführungen zum "revolutionären Kampf". Nun wollen die Rebellen von diesen Praktiken ablassen.

Die kolumbianische Rebellenorganisation FARC ("Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens") will angeblich auch die letzten der seit Jahren als Geiseln gehaltenen Regierungsvertreter freilassen. Wie die Gruppe am Sonntag auf ihrer Webseite mitteilte, könnten zehn "Kriegsgefangene" heimkehren. Außerdem kündigte die FARC an, in Zukunft niemanden mehr entführen zu wollen.

Der Präsident twittert: "keine weiteren Tricks"

Colombia's President Juan Manuel Santos speaks during a press conference in Bogota, Colombia, Wednesday, Dec. 29, 2010. Santos confirmed that Colombian drug lord and former paramilitary leader Pedro Guerrero Castillo, known in Spanish as Cuchillo, Knife, was killed during operations that began on Dec. 24 at the southern Colombian provinces of Meta and Guaviare. (AP Photo/William Fernando Martinez)

Präsident Juan Manuel Santos

Nach Angaben der Regierung in Bogota halten die Rebellen mindestens zwölf politische Geiseln fest, einige davon seit über 13 Jahren. Bereits Ende Dezember hatte die FARC die Freilassung von sechs Geiseln angekündigt, das dann aber immer wieder hinausgezögert. In einer ersten Reaktion twitterte Präsident Juan Manuel Santos: "Mein Gott, keine weiteren Tricks und Täuschungen."

Die FARC gilt als bedeutendste Rebellenorganisation Kolumbiens. Ihr gehören nach offiziellen Angaben zwischen 8000 und 11.000 Kämpfer an, die vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador aktiv sind. Seit den 1980er Jahren versucht die FARC durch die Entführung von Beamten und Politikern, Druck auf die Regierung auszuüben.

pg/rb (dapd, afp, AP)