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Fußball

K.o.-Wettbewerb auf der Zielgeraden

Er hat seine eigenen Gesetze und genau deshalb ist er so interessant – der DFB-Pokal. Und es wird immer spannender, jetzt steht das Halbfinale auf dem Programm: Leverkusen empfängt Mainz und Hamburg erwartet Bremen.

Das Ziel wartet in Berlin (Quelle: ??)

Das Ziel wartet in Berlin

Am Dienstag geht es los und da empfängt Bayer 04 Leverkusen den Zweitligisten FSV Mainz 05. Die Partie findet in Düsseldorf statt und genau das macht dem einen Probleme und dem anderen Hoffnung. Denn erst seitdem die Werkself in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt antritt, läuft es nicht mehr rund. Für Bayer geht es nach dem Sinkflug in der Bundesliga im Pokalwettbewerb fasst schon um Alles oder Nichts. Es sei ihr Spiel des Jahres. Man müsse und man wolle ins Finale, beschwor Sportdirektor Rudi Völler vor der Halbfinal-Partie gegen Mainz die Seinen.

Geht es schon um Labbadias Job? (Quelle: AP)

Kampf um Labbadias Job?

Auch Bayer-Coach Bruno Labbadia lässt keine Zweifel aufkommen, dass er weiß worum es geht: "Wenn wir das Spiel nicht gewinnen, haben wir kein Endspiel. Also ist es ein Endspiel." Und nicht nur das. Es ist sozusagen auch die letzte verbliebene Hintertür auf dem Weg zurück nach Europa und für den Trainer geht es vielleicht schon um seinen Job. Es zählt also nur ein Sieg für Leverkusen und Labbadia ist überzeugt, dass seine Mannschaft den Zweitligisten nicht unterschätzen wird: "Ich denke im Halbfinale weiß jeder um was es geht, auch was die Einstellung betrifft. Jeder möchte ins Finale und wir wissen, dass das kein Spaziergang wird."

Andersen kann nur gewinnen (Quelle: dpa)

Andersen kann nur gewinnen

Das wird es in der Tat nicht, denn für Mainz 05 ist die Partie die große Chance überhaupt. Die Rheinhessen wollen nicht mehr und nicht weniger als Pokalgeschichte schreiben. Das erste Halbfinale der Vereinshistorie soll den Weg ins Endspiel nach Berlin ebnen. Und Trainer Jörn Andersen weiß auch schon, wie seine Mainzer die Sache angehen werden: "Mit einer gewissen Lockerheit, mit großer Konzentration und mit einer Top-Einstellung. Ich glaube nur so können wir in Düsseldorf bestehen." Eben genau so, wie es die 05´er im laufenden Wettbewerb schon vorgemacht haben. Köln und Schalke können ein Lied davon singen, zu was die Mainzer auf fremdem Platz in der Lage sind. Zurecht stellt Jörn Andersen selbstbewusst fest, dass man im DFB-Pokal zweimal auswärts gespielt habe und zweimal gewonnen habe. Das hieße, man sei auswärts sehr stark. Leverkusen sollte also gewarnt sein, am Dienstag, vor dem Zweitlisten aus Mainz.

Der Auftakt zu den hanseatischen Fußball-Festwochen

Petric will lieber Meister werden (Quelle: dpa)

Petric will lieber Meister werden

Am Mittwoch dann steht das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen auf dem Programm. Es ist der Auftakt zu den hanseatischen Fußball-Festwochen in DFB-Pokal, UEFA-Cup und Meisterschaft. Binnen 19 Tagen kommt es zu vier Duellen beider Mannschaften und eigentlich fiebern alle diesem Highlight entgegen, nur bei HSV-Coach Martin Jol mag keine Euphorie aufkommen: "Ich bin immer fröhlich, wenn wir weiterkommen. Vor dem Spiel bin ich nicht so." Das Halbfinale sei zwar unglaublich wichtig, aber die Liga sei ihr erstes Ziel, betonte Jol. Hamburg im Halbfinale und kein Pokalfieber? Ob es daran liegt, dass sich der HSV nach der gelungenen Generalprobe in der Bundesliga mit dem Pflichtsieg gegen Hannover und Tabellenplatz drei, schon zumindest in der Champions-League sieht? Beim Hamburger Stürmerstar Mladen Petric jedenfalls, hört sich das ähnlich an wie bei Trainer Jol: "Ist natürlich klar, am allerliebsten hat man die Meisterschaft, also ich zumindest, weil: Da kämpft man ein ganzes Jahr drum, da sind die meisten Spiele und das hat für mich die meiste Bedeutung."

So würde Baumann (mi.) gerne wieder gefeiert werden (Quelle: AP)

So würde Baumann (mi.) gerne wieder gefeiert werden

Dennoch sollten die Bremer nicht den Fehler machen und den Gastgeber unterschätzen. Werder seinerseits verpatzte die Generalprobe und verlor in Berlin. Vielleicht auch ein Grund, warum Bremens Mittelfeldakteur Frank Baumann vor dem Nordderby etwas niedergeschlagen klingt: "Wir wollten natürlich mit einem Erfolgerlebnis in das Pokalspiel gehen. Das ist uns nicht gelungen." Jetzt wolle man natürlich am Mittwoch ein gutes Spiel abliefern, fügte Baumann hinzu. Zurückhaltung also in beiden Lagern, von lautstarken Kampfansagen keine Spur. Vielleicht liegt es ja gerade daran, dass man sich in der nächsten Zeit weit mehr als nur einmal gegenüberstehen wird und sich deshalb nicht schon jetzt allzu weit aus dem Fenster lehnen will. Und genau deshalb gilt: Alles ist möglich, am Mittwoch, im Pokal-Halbfinale zwischen Hamburg und Bremen.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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