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Sport

Knirpse auf dem Vormarsch

Das hätte sich der neunjährige Rhain Davis auch nicht träumen lassen: Er darf für den legendären britischen Verein ManU kicken. Und schuld war Opa - der heimlich eine DVD mit Dribblings und Torschüssen einschickte.

Der 13jährige Nachwuchsfußballer Pier Larrauri Corroy aus Peru

Früht übt sich: Pier Larrauri Corroy

Eine von seinem Großvater eingeschickte DVD hat einem neun Jahre alten Nachwuchsfußballer einen Wechsel zum englischen Meister Manchester United ermöglicht. Rhain Davis, der in England geboren wurde, aber in den vergangenen fünf Jahren in Australien lebte, wurde von den englischen Zeitungen am Donnerstag (2.8.) bereits als der neue Wayne Rooney gefeiert. Das Bewerbungsvideo von Davis Dribblings und Torschüssen ist auch auf der Internetseite YouTube ein Renner und wurde bereits über 800.000 Mal angeklickt.

ManU bestätigte die Aufnahme von Davis in seiner Jugendakademie, spielte die Aufregung um den Kleinen aber herunter. Der Verein würde alljährlich 40 Spieler in Davis' Alter in den Klub aufnehmen. Ungewöhnlich sei lediglich, dass die ManU-Talentsichter erst durch die DVD auf den Jungen aufmerksam geworden seien, sagte ein Sprecher des Klubs: "Jetzt stellen wir uns auf eine Flut weiterer DVDs ein."

Bayern bekommt Zuwachs

Auch die Bayern haben sich unter den Fußballknirpsen umgeschaut. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ist der deutsche Rekordmeister FC Bayern München auf seiner Suche nach Fußball-Talenten bei dem erst 13 Jahre alten peruanischen Nachwuchs-Kicker Pier Larrauri Corroy fündig geworden. "Er kommt für ein Jahr", sagte Jugendleiter Werner Kern der Zeitung. Dagegen wollte Manager Uli Hoeneß den Zugang noch nicht bestätigen: "Es ist noch nichts fest."

Der in seiner Heimat als Jahrhunderttalent geltende Jungkicker soll nach Angaben der Zeitung voraussichtlich in der U14 des FC Bayern in der C-Junioren-Bezirksoberliga eingesetzt werden. Pier Larrauri Corroy soll demnach in der ersten Hälfte dieses Monats in München eintreffen und von seinem Vater begleitet werden. Im Alter von nur 13 Jahren hatte auch der heutige argentinische Superstar Lionel Messi seine Heimat verlassen und war nach Spanien gewechselt.

Kicken in Ruanda

Um Ausbildung geht es auch bei der Reise des deutschen Trainer-Quintetts an diesem Samstag nach Ruanda. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag bekannt gab, werden Nicolai Adam (Frankfurt), Ernst Efferz (Karweiler), Michael Gengelbach (Harxheim), Andreas Spier (Wiesbaden) und Alois Stroh (Wittlich) für einen Monat in den zentralafrikanischen Staat fliegen. Dort wird jeder der fünf Übungsleiter drei einwöchige Trainerlehrgänge mit jeweils 25 Teilnehmern abhalten.

Insgesamt können somit 375 afrikanische Trainer-Anwärter die Ausbildung absolvieren, die vergleichbar ist mit der C-Lizenz in Deutschland. Das Programm ist Teil eines Projektes zwischen dem DFB, dem Fußballverband Rheinland und dem Auswärtigen Amt.

In Ruanda sind in Nationaltrainer Michael Nees und dem Technischen Direktor Michael Weiß bereits zwei Deutsche tätig. Im April war die U-18-Nationalmannschaft Ruandas zu einem Lehrgang in der Sportschule Koblenz-Oberwerth. Im kommenden Jahr soll auch Ruandas Frauen-Nationalmannschaft zu einem Trainingslager nach Deutschland kommen. (ina)

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