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Sport

Knappe Niederlage gegen Frankreich

Im ersten Hauptrundenspiel hat es für die deutschen Handballer gegen Frankreich nicht zu einem Sieg gereicht. Dank großem Kampfgeist war es in der zweiten Halbzeit aber noch einmal eng geworden. Jetzt droht das EM-Aus.

Spielszene Holger Glandorf gegen Frankreich (Foto: AP)

Vergebliches Stemmen gegen die Niederlage

Die deutschen Handballer haben den erhofften Überraschungserfolg gegen Olympiasieger und Weltmeister Frankreich verpasst und die Chance auf eine Medaille bei der EM in Österreich damit wohl schon nach der ersten Hauptrundenpartie verspielt. Die DHB-Auswahl unterlag dem Titelfavoriten in Innsbruck trotz einer erneut guten kämpferischen Leistung am Ende knapp mit 22:24 (10:12). Bei 1:5 Punkten kann das Team von Bundestrainer Heiner Brand das Halbfinale nun nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Eine starke erste Halbzeit, eine bravouröse Aufholjagd in der Schlussphase und eine Klasseleistung von Torwart Johannes Bitter genügten der deutschen Mannschaft letztlich nicht, um etwas Zählbares mitzunehmen. Nach der Niederlage zum Auftakt gegen Polen kassierte der Weltmeister von 2007 damit die zweite Turnierniederlage. Bester Schütze war Torsten Jansen mit fünf Treffern.

Packende Aufholjagd wird nicht belohnt

Spielszene Christoph Theuerkauf gegen Frankreich (Foto: AP)

Französiche Übermacht: Kreisläufer Christoph Theuerkauf traf gegen den Weltmeister nur einmal

Vor 7000 Zuschauern erwischten die Franzosen den besseren Start, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Im Fokus standen immer wieder die Torhüter Bitter sowie sein Gegenüber Thierry Omeyer vom THW Kiel, die sich im ersten Durchgang mit zahlreichen Paraden auszeichnen konnten. Deutschland überzeugte zudem mit einer kompakten Abwehrreihe, hatte aber mehrfach Pech, als die Schiedsrichter bei einigen schönen Angriffen den Vorteil abpfiffen.

Heiner Brand beobachtet nachdenklich mit Finger an den Lippen (Foto: AP)

Bundestrainer Brand war machtlos

Zu Beginn des zweiten Durchgangs zogen die Franzosen innerhalb von nur fünf Minuten mit sieben Toren davon und schienen damit schon für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben. Das DHB-Team stemmte sich aber weiter gegen die drohende zweite Niederlage und kam in der Schlussviertelstunde noch einmal auf Schlagdistanz. Am Ende reichte es zwar nicht ganz, dennoch war Bundestrainer Heiner Brand nicht unzufrieden mit seiner Mannschaft. "Wir haben gegen einen vermeintlich übermächtigen Gegner nie aufgegeben, aber es fehlte ein bisschen", sagte er. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Man muss ihr eben zugestehen, dass sie nicht über die große internationale Erfahrung verfügt. Das ist der Unterschied zu den Spitzenmannschaften."

Die deutsche Mannschaft trifft in den übrigen beiden Partien der Hauptrunde am Dienstag (26.01.2010) auf den Olympia-Dritten Spanien sowie am Donnerstag (28.01.2010) auf Außenseiter Tschechien.

Autor: Andreas Ziemons (sid/dpa)
Redaktion: Wolfgang van Kann

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