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Kultur

Kluges Kapital

"Das Kapital" von Karl Marx zu verfilmen, ist natürlich ein Akt des Wahnsinns. Doch Alexander Kluge hat sich trotzdem dran gewagt. Er hat mehr als neun Stunden Film zusammengetragen, die jetzt auf DVD erschienen sind.

Der Filmemacher und Autor Alexander Kluge im Porträt

Kluger Denker

Helge Schneider und Hans-Magnus Enzensberger, Dietmar Dath und Tom Tykwer - eine derartig originelle Mischung aus Mitarbeitern und Gesprächspartnern bringt nur Alexander Kluge zusammen. Der Schriftsteller und Filmemacher, der in den vergangenen Jahren vor allem als Produzent eigenwilliger Fernsehformate aufgefallen ist, hat sich im vergangenen Jahr einen Traum erfüllt. Er hat "Das Kapital" von Karl Marx auf Film gebannt. Oder besser: auf drei DVD´s mit mehr als neun Stunden Spielzeit.

Eisensteins Vision - von Kluge umgesetzt

Dabei orientierte Kluge sich an einem gescheiterten Plan des berühmten russischen Filmpioniers Sergej M. Eisenstein. Der wollte damals aus den Thesen von Karl Marx einen Film machen. Aus verschiedenen Gründen scheiterte das Projekt. Natürlich hat auch Alexander Kluge nun keinen konventionellen Film gedreht: Weder verfilmte er sklavisch den Inhalt des Buches, noch fertigte er eine Dokumentation über das berühmte Manifest. Vielmehr hat der Mitbegründer des Neuen Deutschen Films seine ganz eigene Sicht auf "Das Kapital" in Szene gesetzt: mit Interviews, kleinen Spielszenen, Zwischentiteln und Musik, kurzum: ein assoziatives Kunstwerk im bekannten Montage-Stil Kluges, das sich mit dem Buch von Karl Marx beschäftigt. Was sagt nun Alexander Kluge über das Projekt? Jochen Kürten hat sich mit dem Filmemacher unterhalten. Hören Sie rein!

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