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Reise

Kloster Corvey nun offiziell Weltkulturerbe

Vor einem Jahr wurde das Benediktinerkloster Corvey zum UNESCO-Welterbe erklärt. Am Dienstag übergab Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Ernennungsurkunde.

Am Dienstag übergaben Außenminister Frank-Walter Steinmeier und die Vorsitzende des Welterbekomitees, Staatsministerin Maria Böhmer, die Urkunden feierlich an die Eigentümer. Anschließend wurde die Welterbeplakette im Atrium enthüllt. Die ehemalige Benediktinerabtei mit dem berühmten Westwerk war im Juni 2014 von der UN-Kulturorganisation UNESCO zum Weltkurlturerbe erklärt worden.

"Nichts bleibt so selbstverständlich, wenn wir uns nicht aktiv darum bemühen, es zu bewahren", mahnte Steinmeier. Das Kloster Corvey sei wie die von der Terrormiliz bedrohte Oasenstadt Palmyra in Syrien eine Stätte, an der bewusst werde, "woher wir kommen, auf welchen Schultern wir stehen, wo die entscheidenden Entwicklungsschritte der Menscheit stattgefunden haben".

Insgesamt gibt es weltweit 1007 Welterbestätten, 39 davon in Deutschland. Das Benediktinerkloster Corvey wurde 822 von der Herrscherfamilie der Karolinger gegründet. Die Abtei gehörte zum geistigen und religiösen Zentrum des damaligen Frankenreichs. Bis heute erinnert das im 12. Jahrhundert umgestaltete und nahezu original erhaltene Westwerk mit den beiden flankierenden Türmen an Prachtentfaltung und Machtanspruch der Erbauer. Die roten Türme überragen die langgestreckten weißen Gebäude der übrigen Klosteranlage, die im 19. Jahrhundert in ein Schloss umgewandelt wurde.

Heute ist das Schloss Corvey im Besitz der Herzoglichen Familie von Ratibor, die barock ausgestattete Abteikirche gehört der katholischen Kirchengemeinde Sankt Stephanus und Vitus. Beiden Privatbesitzern obliegt es nun, dieses Erbe zu erhalten: Vier Millionen Euro Fördergelder sollen bis Ende 2018 in die Denkmalpflege und den Ausbau der touristischen Infrastruktur fließen, wie die Eigentümer ankündigten. Bereits vor der Ernennung zum Welterbe zählte die Anlage jährlich bis zu 100.000 Besucher.

at/fd (dpa)

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