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Sport

Klose bewahrt Löw-Elf vor Pleite gegen Ghana

Deutschland muss sich in einem packenden WM-Spiel gegen Ghana mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben. Mit seinem Ausgleichstreffer stellt Miroslav Klose den WM-Torrekord des Brasilianers Ronaldo ein.

Die DFB-Elf wackelte, aber fiel nicht. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw trennte sich am zweiten Spieltag der Gruppe G von Ghana 2:2 (0:0)-Unentschieden. Vor 59.621 Zuschauern in Fortaleza brachte Mario Götze (51. Minute) Deutschland in Führung, Andre Ayew (54.) gelang der Ausgleich für die Ghanaer. Asamoah Gyans Treffer zum 2:1 (63.) für die Afrikaner beantwortete der eingewechselte Miroslav Klose (71.) mit dem 2:2. Mit seinem 15. WM-Tor egalisierte der deutsche Rekordtorjäger die Bestmarke des Brasilianers Ronaldo. Die Löw-Elf machte damit einen Schritt Richtung Achtelfinale, löste jedoch nicht vorzeitig das Ticket. Um sicher die Runde der letzten 16 zu erreichen, benötigt Deutschland nun im letzten Gruppenspiel am kommenden Donnerstag in Recife gegen die USA (26.06.2014, 18 Uhr MESZ) ein Unentschieden. "Die Mannschaft hat gute Moral bewiesen und ist zurückgekommen", sagte Bundestrainer Löw nach der hart umkämpften Partie. "Die Spieler haben alles gegeben, alles getan und sich völlig verausgabt."

Startelf mit Hummels

Löw begann mit der derselben Mannschaft wie beim 4:0-Auftaktsieg gegen Portugal. Auch der angeschlagene Innenverteidiger Mats Hummels lief auf. Die deutsche Vierer-Abwehrkette bekam reichlich Arbeit: Die Afrikaner zeigten keinen Respekt vor dem WM-Favoriten, sondern spielten offensiv mit. Zweimal musste Torwart Manuel Neuer bei platzierten Fernschüssen von Christian Atsu (13.) und Sulley Muntari (33.) sein ganzes Können aufbieten. Die deutsche Mannschaft war häufiger am Ball, die zündenden Ideen aus dem Mittelfeld fehlten jedoch. Zweimal (21., 29.) klärte Ghanas Verteidiger John Boye knapp vor Thomas Müller, der im Portugal-Spiel dreimal getroffen hatte.

WM 2014 Gruppe G 2. Spieltag Deutschland Ghana

Gyan (l.) bejubelt das 2:1 für Ghana, zwölf Minuten nach Götzes Führungstreffer haben die Afrikaner die Partie gedreht

Ghana dreht das Spiel

Verteidiger Jerome Boateng musste zur zweiten Hälfte wegen Muskelproblemen draußen bleiben, Löw wechselte für ihn Shkodran Mustafi ein. In der 51. Minute jubelten die deutschen Fans. Müller flankte in den Strafraum, Götze köpfte den Ball auf sein eigenes Knie, von dort sprang er ins Tor der Ghanaer. Die Afrikaner schlugen fast postwendend zurück: Atsu flankte, Mustafi ließ Ayew unbedrängt köpfen, 1:1 (54.). Der Treffer beflügelte die Afrikaner. Die deutsche Elf verlor völlig die Kontrolle, vor allem in der Abwehr. Ein Fehlpass von Lahm am Mittelkreis leitete einen schnellen Angriff der Ghanaer ein, den Gyan mit einem Flachschuss ins linke Eck (63.) vollendete. Neuer war erneut ohne Chance.

Löw mit glücklicher Hand

Bundestrainer Löw reagierte mit einem Doppelwechsel, brachte Bastian Schweinsteiger für Sami Khedira und Klose für Mario Götze. Das zahlte sich wenig später aus. Höwedes verlängerte einen Eckball per Kopf auf den langen Pfosten, wo Klose den Ball aus kurzer Entfernung zum 2:2 (71.) über die Linie drückte. Der 36 Jahre alte Oldie im DFB-Team feierte seinen 15. Treffer bei einer WM und seinen 70. im Nationaltrikot mit einem Salto. "In 20 WM-Spielen 15 Kisten, das ist nicht so schlecht", sagte Klose nach der Partie.

WM 2014 Gruppe G 2. Spieltag Deutschland Ghana

Der Klose-Salto nach dem 15. WM-Tor - Ronaldos Rekord ist eingestellt

Das Spiel stand nach Kloses Ausgleichstreffer bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide und hätte sowohl mit einem Sieg der deutschen als auch der ghanaischen Elf enden können. Die Afrikaner konterten brandgefährlich. Die deutsche Abwehr wirkte dabei alles andere als sicher. Im Angriff aber lief es nun deutlich besser. In der 84. Minute hatte Müller das 3:2 auf dem Fuß, doch irgendwie bekam noch ein Ghanaer den Fuß dazwischen. Genauso wie zwei Minuten später, als Özil vor dem Tor quer legte, Müller wartete einschussbereit. In der 90. Minute hätte Klose zum Matchwinner werden können. Zwölf Meter vor dem Tor kam er frei zum Schuss, verzog jedoch. Es blieb beim 2:2. Ein leistungsgerechtes Ergebnis in einem Spiel, das in der zweiten Halbzeit zu einem packenden Schlagabtausch wurde.

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