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Kultur

Klimaforscher mahnen zu sofortigem Handeln

Der Ausstoß von Treibhausgasen muss bis 2015 stabilisiert werden, wenn die Menschheit die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abwenden will. Die gute Nachricht: Das ist machbar, sagen die Autoren des Klimaberichts.

Symbolbild Erde

Der dritte Arbeitsbericht des UN-Klimarats ist am Freitag (4.5.07) in Bangkok einstimmig verabschiedet worden. Die Regierungsvertreter von mehr als 100 Ländern billigten den 24-seitigen Text.

Die erste zentrale Aussage darin lautet: Nur wenn die immer noch ansteigenden Treibhausgase von 2015 an nicht mehr weiter wachsen, kann der weltweite Temperaturanstieg im Bereich von 2,0 bis 2,4 Grad Celsius gehalten werden, mahnen die Wissenschaftler in ihrer Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger. Die EU hatte zwei Grad Erwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bereits als höchsten akzeptablen Wert bezeichnet. Die Temperaturen sind bereits um rund ein Grad gestiegen.

Zugleich betont der Bericht aber, dass die Welt vor den schlimmsten Folgen des Klimawandels bewahrt werden kann. Die nötigen Technologien zur Begrenzung des Treibhausgas-Ausstoßes seien vorhanden und bezahlbar, lautet die zweite zentrale Aussage des UN-Berichtes. Es existiere ein "erhebliches wirtschaftliches Potenzial für die Minderung der weltweiten Treibhausgas-Emissionen". Damit könnten die Zunahme des Ausstoßes ausgeglichen oder die Emissionen sogar unter das aktuelle Niveau gesenkt werden, heißt es.

"Grund für Optimismus"

Der Direktor des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner, sieht im jüngsten Weltklimabericht "Grund für Optimismus". "Der dritte Teil des Berichts setzt sich mit der Machbarkeit von Lösungsansätzen auseinander, das ist Grund für Mut und Optimismus", sagte Steiner im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Steiner warnte vor Fatalismus angesichts der dramatischen Erkenntnisse über mögliche Folgen des Klimawandels: "Im Jahr 2007 werden uns nicht nur die Konsequenzen in drastischer Weise vor Augen geführt, sondern die Lösungen bekommen eine klarere Kontur."

Vierter Bericht im November

Die erste und die zweite Arbeitsgruppe des Weltklimarates, die sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Klimawandel beziehungsweise mit den Folgen für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigten, hatten ihre Berichte im Februar beziehungsweise April veröffentlicht.

Nach der Veröffentlichung des dritten Teils wird im November im
spanischen Valencia das Gesamtdokument verabschiedet. Der insgesamt vierte IPCC-Bericht wird Grundlage für die Verhandlungen über das Vorgehen nach dem 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll sein. (kas)

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