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Bücher

Kleist-Preis für Yoko Tawada

Die japanische Autorin Yoko Tawada erhält den Kleist-Preis 2016. Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt jedes Jahr besonders risikofreudige Schriftsteller. Tawada lebt und arbeitet in Berlin.

Wie der Namensgeber Heinrich von Kleist könne auch Tawada als Vordenkerin für die Zukunft gelten, teilte die Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft zur Verleihung am Sonntag (20.11.2016) mit. Tawada, 1960 in Tokio geboren, lebt seit 2006 in Berlin. Sie schreibt auf deutsch und japanisch Prosa, Lyrik und Theaterstücke. Ihr Werk wurde bereits mit mehreren Auszeichnungen bedacht, darunter mit der Goethe-Medaille und mit dem Akutagawa-Sho, dem angesehensten Literaturpreis Japans.

Der Kleist-Preis wurde erstmals 1912 vergeben, anlässlich des 101. Todestages von Heinrich von Kleist. Als Zweck der damaligen Kleist-Stiftung wurde definiert: "Ehrengaben aufstrebenden und wenig bemittelten Dichtern deutscher Sprache, Männern und Frauen, zu gewähren". Die Auszeichnung wurde als "notwendige Investition in den zukünftigen kulturellen Reichtum der Gesellschaft" definiert. In der Weimarer Republik wurde der Kleist-Preis zur bedeutendsten literarischen Auszeichnung überhaupt.

1933/1934 wurde die Kleist-Stiftung aufgelöst. Erst 1985, also über 50 Jahre später, beschloss die neu gegründete Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft den Preis wieder zu vergeben. Die Preissumme von 20.000 Euro wird von der Kulturstiftung der Deutschen Bank und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gestiftet. Zu den bisherigen Trägern des Kleist-Preises zählen Autoren wie Heiner Müller, Max Goldt, Ferdinand von Schirach, Herta Müller und Navid Kermani.

nf/haz (dpa/afp)

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