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Wirtschaft

Kleiner Verfallstermin bestimmt Handel

Nach einem uneinheitlichen Handelsschluss in den USA und einer schwachen Eröffnung in Frankfurt hat der DAX seine Verluste bis zum Mittag leicht reduziert.

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T-Aktien gerieten in Frankfurt unter Druck

Der Index stand am Mittag bei 4.952 - ein Minus von rund 29 Punkten oder 0,4 Prozent. Im Sog einer schwachen NASDAQ verlor der NEMAX 50 am Neuen Markt 1,6 Prozent oder 17 Punkte auf 1.049 Zähler.

Der Handel sei teilweise von dem kleinen Verfallstermin an der Terminbörse Eurex bestimmt, sagten Händler. Heute laufen Optionen auf den Index und auf einzelne Aktien aus.

Ungewissheit über Kabelnetz-Verkauf belastet Telekom

Im DAX stand die T-Aktie mit einem Minus von zwei Prozent auf der Verkaufsliste. Händler erklärten die Verluste damit, dass die Pläne des US-Konzerns Liberty Media, das Fernsehkabelnetz von der Deutschen Telekom zu kaufen, zu scheitern drohen. Heute ist der letzte Tag, an dem Liberty Media mit Zugeständnissen an das Kartellamt den Deal doch noch möglich machen könnte.

BHW-Aktien kräftig im Plus

Um teilweise mehr als 25 Prozent verteuerte sich die Aktie des Baufinanzierers BHW-Holding im breiter gefassten MDAX. Nachdem am Morgen das Zweitlisting, also die Ausgabe neuer Aktien abgesagt worden war, gewann das Papier zuletzt 15 Prozent auf 22 Euro.

High-Tech-Werte leichter

Kursverluste verzeichneten auch die Technologietitel: Mit den
Zahlen, die der amerikanische Computerbauer Dell am Vortag vorgelegt hat, können die Verluste nicht erklärt werden, sagten Händler. Der US-Computerbauer hatte nachbörslich mit einem Gewinn je Aktie von 17
US-Cent für das vierte Quartal die Erwartungen der Experten
getroffen. Titel von Infineon, SAP und Siemens verbilligten sich um je rund ein Prozent.

Gegen den Trend am Neuen Markt stemmt sich die Aktie des Online-Brokers Consors sehr erfolgreich nach Presseberichten, es gebe vier Bewerber, die am Kauf der Schmidtbank-Tochter interessiert seien, die Aktie stieg um rund 13 Prozent.

Zu den Vorgaben aus Übersee: Optisch hat der Dow Jones gestern die wichtige Hürde von 10.000 Punkten genommen, er stieg um zwölf Punkte auf 10.001 - aber trotzdem wird der Handel nur als uneinheitlich bezeichnet, insgesamt überwogen die Verlierer. Der Nasdaq-Index fiel dagegen um knapp 16 Zähler oder 0,9 Prozent auf 1.843. Der Aktienmarkt in Tokio hat ebenfalls uneinheitlich geschlossen, die Anleger schwankten zwischen Gewinnmitnahmen und Hoffnungen auf ein neues Maßnahmenpaket der Regierung zur Sanierung des Bankensystems. Der Nikkei verlor knapp 33 Punkte auf 10.048 Zähler.

Der Euro kostete in New York 87,37 amerikanische Cents, in Tokio stellte er sich auf 87,30 und in Frankfurt notierte er am Mittag bei 87,09.


  • Datum 15.02.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1rBs
  • Datum 15.02.2002
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