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Reise

Kleine Meerjungfrau wieder verunziert

Die Statue der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen ist wieder einmal verunstaltet worden - dieses Mal offenbar von Tierschützern.

Das Wahrzeichen der dänischen Hauptstadt sei "Opfer eines Akts des Vandalismus" mit roter Farbe geworden, teilte die Polizei am Dienstag über den Kurzbotschaftsdienst Twitter mit. "Wir sind an der Sache dran." Die Zeitung "Politiken" veröffentlichte ein Foto dazu. Vor der Kleinen Meerjungfrau wurde demnach ebenfalls mit roter Farbe "Dänemark, verteidige die Wale der Färöer Inseln" geschrieben.

Die Färöer Inseln sind eine autonome dänische Inselgruppe im Nordatlantik. Dort gibt es bis heute die Tradition, Wale, vornehmlich Grindwale, in eine Bucht oder einen Fjord zu treiben und sie dort mit langen Klingen abzustechen.

Die Kleine Meerjungfrau sitzt seit 1913 auf einem Felsen in einer Bucht von Kopenhagen. Sie stellt die Figur aus dem gleichnamigen Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen dar. 

Die Statue gilt in Dänemark als nationales Kulturgut und ist eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Seit den 1960er Jahren wurde sie immer wieder zum Opfer von Vandalismus. Zwei Mal - 1964 und 1998 - wurde die Kleine Meerjungfrau geköpft; einmal wurde ihr ein Arm amputiert. Außerdem wurde sie bereits mehrfach mit Farbe bemalt und ins Wasser gestoßen. 

2004 wurde die Kleine Meerjungfrau mit einer Burka verhüllt. Dabei handelte es sich um einen Protest gegen das EU-Beitrittsgesuch der Türkei. 2010 machte die Statue eine Reise nach China, wo sie bei der Expo in Shanghai ausgestellt wurde.

is/at (afp, dpa)

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