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Kultur

Kleine Loks, große Jungs

Es gibt sie immer noch: Menschen, die die Eisenbahn nicht nur als Verkehrmittel lieben. Vor allem, wenn sie ganz klein ist und der Mann nicht ganz jung. Momentan ist großer Bahnhof für sie in Köln.

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Klein und meist pünktlich

Zum Spielen ist man nie zu alt. Erst recht nicht, wenn es um Modellbahnen geht. Noch bis Sonntag (09.11.2008) kommen Liebhaber aller Spurweiten und die Freunde von "Zisch und Dampf" voll auf ihre Kosten. Ob Mini, Midi oder Maxi-Loks, Bahnhöfe, ganze Städte und Regionen sind hier zwar nur en miniature, dafür aber absolut detailgetreu nachgebaut.

Hobbyfreunde in aller Welt

Modelleisenbahn von Tsar Nicholas II - Versteigerung in London

Mann mit großer Liebe: Die Bahn des Zaren Nicolas II. (2002)

Das Besondere an den Anlagen ist, dass sie begehbar sind und die Züge direkt vor den Augen der Besucher abfahren. Der Modellbau ist ein internationales Hobby und hat Liebhaber auf der ganzen Welt. Neben privaten Sammlern und Hobbylokführern und Bahnwärtern sind natürlich auch alle bekannten Hersteller von Miniaturanlagen vertreten. Besonders die Schweizer, Holländer, Skandinavier und US-Amerikaner fahren auf die Klein- und Kleinstbahnen ab.

50.Geburtstag für 40-jährige

Äußerst beeindruckend ist in diesem Jahr die Lego-Halle. Auf 5000 Quadratmetern dreht sich alles um die bunten Steine. Der Kölner Dom aus 900.000 Steinen, der Frankfurter Hauptbahnhof auf 25 Quadratmetern und das "nur" fünf Meter lange Capitol samt Freiheitsstatue sind die diesjährigen Attraktionen. Wie in den anderen Kölner Messehallen auch hier das gleiche Bild: Kinder muss man suchen. Das Durchschnittsalter der Hobbylegoisten liegt bei 40 Jahren.

Digitale Technik altmodisch verpackt

Modelleisenbahn

Das waren noch Zeiten

Was aber wären all die Miniaturwelten ohne die passenden Geräusche, egal ob Lautsprecherdurchsagen oder das Geklingel von Bahnübergängen. Denn auch die Technik geht nicht an den Hobbybahnologen vorbei. Trafo, Führerstand, Stellwerk, Lok, oft steckt hier schon digitale Technik drin. "Mit der Digitalsteuerung kann man jede Lok einzeln, das Stellwerk, die Lampen und auch die Anzeigetafeln ansteuern", verrät ein Hobbybahnwärter, der vor vier Laptops sitzt. Sein kleines Reich: ein Gleisnetz mit über 500 Metern Länge. Doch die Züge behalten meist nostalgischen Flair. Als beliebteste Eisenbahnepoche gilt in der Hobbyszene die Zeit zwischen 1949 und 1970. Danach, nach der Abschaffung der Dampfloks und mit Einführung der schnellen IC und ICE hört die Romantik auf. Wie gut, dass es da noch Eisenbahner gibt, die die Vergangenheit in Hobbykeller und Wohnzimmer zurückholen. Also: Einsteigen bitte!

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