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Bildung

Klein-Harvard am Bodensee: die Universität Konstanz

Klein, jung, provinziell? Stimmt. Die über 10.600 Studierenden der Campus-Universität Konstanz wissen es zu schätzen: Kleine Seminare fördern die Diskussionslust, und die 24-Stunden-Bibliothek öffnet den Geist.

Blick von Innenhof zu Eingangsbereich Fotograf: Peter Schmidt / Universität Konstanz

Universität Konstanz

Ein bisschen mitmischen unter den Großen wollte die Konstanzer Universität schon immer. Insgeheim haben die Professoren die Uni von Beginn an "Klein-Harvard am Bodensee" genannt, allerdings nicht ohne ein Schmunzeln. Denn weder mit dem millionenschweren Budget noch mit dem Ruf Harvards kann Konstanz mithalten. Trotzdem darf sich die Uni nach der Exzellenzinititative 2012 in Deutschland bereits zum zweiten Mal "Elite-Uni" nennen und kann sich auf Extrageld aus Bundesmitteln freuen.

Lernen zwischen Wald und Wiesen

Die Konstanzer Professoren und Forscher haben aber auch jenseits aller Finanzen einigen Grund, stolz auf ihre kleine Campus-Uni zu sein. Sie liegt auf einem Berg zwischen Wald und Wiesen und sieht in ihrem 1960er-Jahre-Look manchmal ein bisschen aus wie ein großer, bunter Spielplatz.

Proefessor schießt Ball in die Höhe Foto: Jespah Holthof/Universität Konstanz

Forschung kann auch spielerisch daher kommen

Modern wollte man sein, als 1966 eine Handvoll visionärer Professoren die "Reform-Uni" gründete. Nicht nur das Forschungskonzept sollte anders und offener sein als an den traditionellen Universitäten, auch in den Gebäuden sollte sich das neue Konstanzer Konzept widerspiegeln.

Es gibt kleine Seminare, offene Türen und Ohren bei den Professoren, und der Campus ist Treffpunkt aller Fachrichtungen. Seit 2007 gehört die Universität Konstanz bereits zum erlesenen Kreis der sogenannten Exzellenzuniversitäten Deutschlands. Die damit verbundene Finanzspritze für die Forschung hat einiges bewirkt: Neue Kolloquien sind entstanden, mehr Stellen für Doktoranden und sehr gute Möglichkeiten, als Nebenverdienst eine der vielen Stellen als studentische Hilfskraft, als "HiWi", zu bekommen.

Kultur der Kreativität

"Modell Konstanz - für eine Kultur der Kreativität", mit diesem Zukunftsmodell konnte die Universität ihre Geldgeber bereits im ersten Wettbewerb 2006 überzeugen. Auch der Exzellenzcluster "Kulturelle Grundlagen von Integration" und die Graduiertenschule "Chemische Biologie" gibt es schon seit einigen Jahren.

Studierende im Außenbereich der Mensa Foto: Michael Latz/Universitaet Konstanz

Lernen mit Blick auf den Bodensee

Sie werden auch in Zukunft weiter finanziell gefördert. Bei dem Exzellencluster "Kulturelle Grundlagen von Integration“ gehen Geistes- und Sozialwissenschaftler dem Thema Integration in der Gesellschaft auf den Grund. Die Graduiertenschule "Chemische Biologie" ist ebenfalls interdisziplinär angelegt. Forscher aus Biologie, Chemie und Informatik untersuchen unter anderem, wie physiologische Prozesse auf molekularer Ebene gesteuert werden.

2012 konnte die Uni Konstanz die Juroren bei der Exzellenzinitiative zusätzlich von ihrem Konzept der "Graduiertenschule Entscheidungswissenschaften" überzeugen. Politikwissenschaftler, Psychologen und Wirtschaftswissenschaftler versuchen in der Graduiertenschule gemeinsam mit Sozialwissenschaftlern zu verstehen, wie individuelle Entscheidungen einen Einfluss auf kollektive Prozesse haben können und damit letztendlich auch auf Politik und Wirtschaft.

Eine Zukunft für kreative Spitzenforschung

Zum Zukunftsmodell der Uni Konstanz gehört darüber hinaus, dass die Lern- und Arbeitsbedingungen an der Hochschule den individuellen Bedürfnissen der Studenten und Doktoranden angepasst werden sollen, um eine kreative Spitzenforschung zu fördern. Besonders wichtig ist den Konstanzern dabei die intensive Zusammenarbeit zwischen jungen Nachwuchsgruppenleitern und renommierten Gastwissenschaftlern aus dem In- und Ausland.

Herzstück Bibliothek

Bibliothek innen der Uni Konstanz Fotograf: Stefan GreitemeierUniversität Konstanz

Die Bibliothek bietet alles, was das Leserherz begehrt

Das Herzstück der Universität Konstanz ist die Bibliothek. Sie liegt im Zentrum der Campus-Uni und gehört zu den am besten ausgestatteten Präsenz-Bibliotheken Deutschlands. Hier sind die Arbeitsbedingungen bereits ganz auf die Studierenden eingestellt: Statt sich mühsam mittels Computer-Katalog die Bücher zu bestellen, geht man in Konstanz einfach zum Regal und findet dort sämtliche Bücher zu den gesuchten Themen - und das ganze 24 Stunden am Tag. Wer lieber zu Hause lernt, kann sich im Rechenzentrum anmelden und vom eigenen Computer aus auf sämtliche Kataloge, Zeitschriften und Datenbanken zugreifen. Dieser Service hat der Konstanzer Unibibliothek 2010 die begehrte Auszeichnung "Beste Bibliothek des Jahres" verschafft. Der Titel wird jährlich unter anderem vom Deutschen Bibliotheksverband vergeben.

In Prüfungszeiten ist die Bibliothek allerdings nicht der einzige Ort zum Lernen. Die ganze Uni ist dann "the place to be". Irgendwo im Wirrwarr des verschachtelten Campus kann man es sich gemütlich einrichten und den Blick beim Lernen über den Bodensee schweifen lassen. Der Innenhof der Uni dient außerdem als erweiterter, inoffizieller Seminarraum: Hier diskutieren die Studierenden bei Kaffee oder Tee ihre Seminararbeiten oder tauschen einfach nur den neusten Uni-Tratsch aus.

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