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Kultur

Klaus Staeck in Berlin geehrt

Der Plakat-Künstler Klaus Staeck ist mit dem August-Bebel-Preis 2015 ausgezeichnet worden. Damit werde sein Engagement in gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen geehrt, sagt die SPD.

Mit dem Preis zeichnet die von Günter Grass gegründete August-Bebel-Stiftung seit 2010 Persönlichkeiten aus, die sich ähnlich wie SPD-Gründervater Bebel um soziale Gerechtigkeit verdient gemacht haben. Staeck sei "Schöpfer politisch nachwirkender Plakatkunst, deren Motive sich bei vielen von uns über die Jahre hinweg unlöschbar eingebrannt" hätten, so das August-Bebel-Institut.

Plakativ, erfolgreich
Klaus Staeck, seit 2006 Präsident der Berliner Akademie der Künste, wirkt seit den 1970er Jahren als Grafiker im Bereich der Politsatire. Dabei hat er bislang 300 Plakate geschaffen, die größtenteils aus Fotomontagen bestehen und mit eigenen ironischen Sprüchen versehen sind. Im Fadenkreuz seiner satirischen Plakate und Postkarten standen in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts oft politische Inhalte der Parteien CDU und CSU.

Doch auch mit seiner eigenen Partei ging SPD-Mitglied Staeck nicht immer pfleglich um. Hier sein bekanntestes Motiv: Dieses ironische politische Plakat zur Bundestagswahl 1972 wurde rund 75.000 mal gedruckt. Bis heute hat der Künstler mit seinen Kreationen mehr als 3.000 Einzelausstellungen im In- und Ausland präsentiert.

Der mit 10.000 Euro dotierte August-Bebel-Preis soll auch nach dem Tod von Begründer Günter Grass künftig alle zwei Jahre verliehen werden. 2013 hatte der Journalist Günter Wallraff den Preis bekommen.

kk/az(dpa/ August-Bebel-Institut)