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Europa

Klares Votum für Chirac und Raffarin

Die Rechte hat den Machtwechsel in Frankreich geschafft. An einem warmen Sommertag zeigten die Franzosen der Linken endgültig die kalte Schulter. Präsident Chirac muss die Macht jetzt nicht mehr teilen.

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Breite Mehrheit: Raffarin

Mit einem Erdrutschsieg eroberte das bürgerlich-konservative Lager von Staatspräsident Jacques Chirac eine Zwei-Drittel-Mehrheit in der Nationalversammlung. Der amtierende Premierminister Jean-Pierre Raffarin kann sich damit auf eine breite Mehrheit stützen. Präsident Chirac dürfte den 53-Jährigen am Montag mit der Bildung einer dauerhaften Rechtsregierung beauftragen.

Frankreich hat die Lust am Wählen verloren

Der französische Präsident Jacques Chirac

Jacques Chirac

Bei einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung von nur knapp über 60 Prozent baute Chiracs "Union für die Präsidentenmehrheit" (UMP) ihren Erfolg der ersten Runde vor einer Woche aus. Die UMP stellt nach den Hochrechnungen am Sonntagabend allein die absolute Mehrheit der 577 Deputierten.

Die Linke musste acht Wochen nach dem Debakel des sozialistischen Präsidentschaftskandidaten Lionel Jospin erneut eine schwere Schlappe einstecken. Die Fraktion der Sozialisten dürfte nur noch 150 bis 165 Abgeordnete stark sein. Wegen des Mehrheitswahlrechts fiel der Sieg der Rechten deutlicher aus als es den Stimmanteilen entspräche.

Front National nicht im Parlament

Überraschend stark schnitten die Kommunisten ab. Die zuletzt schwer gebeutelte Kommunistische Partei (PC) brachte immerhin 21 bis 25 Abgeordnete durch. Parteichefin Marie-George Buffet sprach von einem Erfolg, da die PC wieder eine eigene parlamentarische Gruppe stellen könne. Die Grünen sind künftig mit einem oder zwei Parlamentariern vertreten.

Frankreich Wahlen - Le Pen

Jean Marie Le Pen

Die rechtsextremistische Nationale Front von Jean-Marie Le Pen konnte sich in keinem Wahlkreis durchsetzen und stellt keinen Abgeordneten. Le Pen kritisierte einmal mehr das Mehrheitswahlrecht als undemokratisch. (hh)

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